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Studie: 68 Prozent der Milchproduzenten nutzen digitale Technologien

Laut einer Studie von Agrarforschung Schweiz hat die Digitalisierung vor allem Milchviehbetriebe erreicht. Melkroboter nutzen aber nur 6 Prozent der Schweizer Milchproduzenten.


Für Agroscope gibt es zwei Gründe, warum eine digitale Technologie für die Schweizer Landwirtschaft relevant sein kann: Sie hilft bei der Erreichnung agrarpolitischer Ziele und sie verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Produktion. Der Umfrage des Forschungsinstituts zufolge, ist die Digitalisierung vor allem beim Melken auf dem Vormarsch, wie es in einem Artikel von Agrarforschung Schweiz heisst. 

Tiermonitoring ist weniger verbreitet

Technologien zur Krankheits- und Aktivitätsmessung sind bisher bei Widerkäuern nur auf einzelnen Betrieben im Einsatz, ebenso selten sind Systeme für andere Betriebsmanagementbereiche. 

Nur gerade rund 33 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Milchproduzenten gaben an, keine digitalen Systeme zu nutzen. Dabei waren die am häufigsten digitalisierten Bereich die Fütterung und das Melken, und sie kamen häufiger in Lauf- als in Anbindeställen zum Einsatz. Einfach zu nutzende, in den Melkstand integrierte Sensoren sind am beliebtesten. 

Nur 6 Prozent mit Melkroboter

Trotzdem sind im internationalen Vergleich in der Schweiz mit 6 Prozent noch relativ wenige Betriebe mit einem Melkroboter ausgerüstet. In Kanada sind es laut Agroscope 5, in Schweden und Dänemark hingegen ganze 20 Prozent. 

Tempomat und Rückfahrkamera beliebt

Im Pflanzenbau sind Fahrerassistenzsysteme (vor allem der Tempomat) weiterverbreitet als elektronische Messsysteme an Maschinen. Rückfahrkamers sind für Ackerkulturen beliebt. Über alle Betriebszweige im Pflanzenbau hinweg gesehen, sind die Einzelkornsaat und die Feuchtemessung des Erntegutes die häufigste Anwendung von Messsystemen. Beide sind aber vergleichsweise wenig verbreitet.  

Wer wurde befragt?

Die Forschenden von Agroscope führten eine zwischen Januar und März 2018 eine postalische Umfrage mit 17 verschiedenen Fragebögen durch. Jeder Betrieb erhielt einen Fragebogen zu einem bestimmten Betriebszweig, der nicht umbedingt der Hauptbetriebszweig sein musste. Bei der Auswahl der Umfrageteilnehmenden wurde darauf geachtet, anhand der landwirtschaftlichen Strukturdaten für die Schweiz eine repräsentative Gruppe zusammenzustellen.

Von den 4954 verschickten Fragebögen kamen 2657 (59 Prozent) ausgefüllt zurück und umfassten die folgenden Betriebszweige;

  • Milchvieh
  • Milchziegen
  • Mutterkühe
  • Mastrinder
  • Fleischschafe
  • Schweinehaltung
  • Geflügelhaltung 
  • Gemüsebau
  • Futterbau 
  • Ackerbau
  • Weinbau
  • Obstbau
  • Erdbeeranbau

Grosse Unterschiede je nach Betreibszweig

Während laut Agroscope im Gemüsebau 70 Prozent der befragten Landwirte Fahrerassistenzsysteme nutzen, sind es nur deren 25 Prozent im Futterbau. 

Die Muster mit höheren Digitalisierungsgraden im Gemüsebau und der Milchwirtschaft erklären sich die Forschenden so:

  • Unterschiedliche Anzahl kommerziell verfügbarer digitaler Systeme.
  • Hohe Produktionswerte begünstigen die Digitaliseirung: Kleine Fahrfehler oder Missmanagement führen im Gemüsebau schneller zu grösseren finanziellen Verlusten, als im Futterbau. 
  • Bei hoher physischer Arbeitsbelastung (Feldarbeiten) oder wiederkehrenden Routinearbeiten (Füttern, Melken) sind die Vorteile digitaler Technologien schneller ersichtlich.
  • Je grösser der Betrieb (LN im Pflanzenbau und DGVE in der Tierhaltung), desto eher ist er digitalisiert. 
  • Spezialisierte Betriebe setzen am häufigsten auf digitale Technologien.
  • Betriebe in der Bergzone sind weniger stark digitalisiert.

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