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Strickhof Siloprofi: Der Weg zur besseren Silageproduktion

Beim Produzieren von Qualitätssilage lohnt es sich, die einzelnen Schritte genau zu planen.


«In Zukunft ist vermehrt mit Wetterextremen zu rechnen. Für die Futterkonservierung heisst dies, dass neue Herausforderungen auf uns zukommen», hielt Werner Hengartner eingangs des Siloprofi-Seminars fest, das vergangene Woche am Strickhof in Lindau stattfand. «Ebenfalls verändert hat sich der Zeitpunkt des Schnittbeginns, der sich in den letzten 30 Jahren um zwei Wochen vorverlegt hat, was die ­Vegetationsperiode verlängert und teilweise zu mehr Ernten führt.»

Boden als Wasserspeicher könnte puffern

Zwar hat sich die Jahresregenmenge insgesamt nicht verändert. Bei den Niederschlägen sind jedoch stärkere Schwankungen zu verzeichnen und während dem Sommer kommt es vermehrt zu Dürreperioden, welche die Erträge vermindern. Die Auswirkungen sind standortabhängig und bis zu einem gewissen Grad kann der Boden auch als Puffer dienen, indem er Wasser speichert. Kulturen, die nicht Stickstoff fixieren können, erholen sich nach erneutem Regen schneller. Kommt es dagegen zu starken Regenfällen, ist die Belastung des Bodens besonders gross. Für die Silageproduktion heisst dies, so der Strickhof-Futterfachmann: «Die Erde wird mitsiliert, was das Risiko für eine Buttersäuregärung erhöht und zu tieferen Nährwerten führt.» Wird zudem der nasse Boden befahren, muss mit Bodenverdichtungen und in der Folge mit Ertragsverminderungen gerechnet werden.

Jetzt reagieren, nicht später

An klimatische Anpassungen ist daher bereits beim Anbau zu denken. Wo beispielsweise mehr Trockenheit erwartet wird, ist an dürreresistente Sorten wie etwa Sudangras oder Sorghum zu denken. Allerdings gelte es, so Werner Hengartner, sich nicht einseitig an Trockenheit anzupassen, sondern an die Variabilität des Wetters. Und zwar bereits jetzt, und nicht erst, wenn sich das Klima bereits weiter gewandelt hat.

Empfehlung: Standortangepasst und Mischungen säen

Es ist also zu empfehlen, den Betrieb einer Schwachstellenanalyse zu unterziehen und notwendige Massnahmen zu ergreifen. Dies beginnt gemäss Hengartner bei der standortangepassten Sortenwahl von Gras- und Maissilage. Es empfiehlt sich zum Beispiel, robustere Grasmischungen anzubauen (z. B. mit Rotklee, Luzerne, Knaulgras, Rohrschwingel). Mit einer Diversifizierung der Mischung kann zudem das Risiko auf mehrere Arten verteilt werden. Bei Trockenheit sollten die Bestände weder übernutzt noch mit Stickstoff gedüngt werden, dagegen gilt es, nach Möglichkeit für Bewässerung zu sorgen.

Den Aufwand eingrenzen

Um Smart Farming in der Futterkonservierung ging es im Referat von Matthias Schick vom Strickhof. Unter Smart Farming versteht Schick das aufeinander Abstimmen von Maschinen und Abläufen mit dem Ziel, Produktionsaufwand und Arbeitsbelastung zu reduzieren. Schick wies darauf hin, dass gerade in der Schweiz die Produktivität niedrig ist. Mit durchschnittlich 1,8 ha sind die Parzellengrössen hierzulande klein.

Planen und genau hinschauen

Faktoren wie diese sollte man bei der Wahl der Maschinen ­berücksichtigen, wenn man Arbeitszeiten begrenzen will. So lässt sich auf kleinen Parzellen Arbeitszeit einsparen, wenn man beim Rotationsmäher eine grössere Arbeitsbreite wählt. Auch beim Kreiselschwader lohnt es sich, breit und zudem langsam vorzugehen. «Möglichst grosse Schwaden erhöhen die Bergeleistung. Es macht Sinn, wenn diese von einer kompetenten Person gezogen werden», meinte Schick. Genau hinschauen und Arbeitsschritte vorher planen, könne die Arbeit erleichtern. Er empfahl: «Ernteverfahren sollten optimal aufeinander abgestimmt sein, um entsprechende Leistungen zu erreichen.»

Milchsäurebakterien als Siliermittel

Zum Einsatz von Siliermitteln sprach Hansjörg Nussbaum vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf (D). «Biologische Mittel wie Milchsäurebakterien kommen dabei am häufigsten zum Einsatz», stellte Nussbaum fest. Sofern genügend wasserlösliche Kohlenhydrate als Gärsubstrat vorhanden sind, lässt sich damit rasch eine hohe Keimdichte erwünschter Bakterien erreichen. Voraussetzungen dafür sind ein rechtzeitiger Schnitt, geringe Verschmutzung und rasches Anwelken. Zudem sollte der Trockenmassegehalt im Bereich von 32 bis 45 Prozent liegen. Bei den Milchsäurebakterien (MSB) wird unterschieden in:

  • Homofermentative MSB: Die Milchsäuregehalte sind höher, der Gärprozess läuft schneller ab, die Essigsäuregehalte sind tiefer. Es kommt jedoch eher zu einer Nacherwärmung, was auch das Risiko von Schimmelbildung erhöht. Daher sollte der Einsatz nur bei ausreichendem Vorschub erfolgen.
  • Heterofermentative MSB: Die Gärprozesse sind anderer Art und brauchen mehr Zeit, sie sollten mindestens acht bis zehn Wochen ungestört ablaufen können. Ausser Milchsäure wird in der zweiten Gärphase auch Essigsäure gebildet, wobei mit etwas höheren Gärverlusten zu rechnen ist. Gerät jedoch der Gehalt an Essigsäure zu hoch, wird die Silage nicht mehr gefressen. Für heterofermentative MSB braucht es zudem ausreichend Gärsubstrat, nicht geeignet ist sie bei Nass-Silage.

Angewendet werden auch:

  • Chemische Zusätze: Diese werden bei Futter mit ungünstigen Siliereigenschaften eingesetzt (z. B. Anwelken, Nasssilagen, kleereiches Ackerfutter), oder wenn das Risiko der Erwärmung besteht, etwa bei ungenügender Verdichtung oder bei zu geringem Vorschub. Bei chemischen Zusätzen ist es besonders wichtig, richtig zu dosieren und die Sicherheitsvorschriften zu beachten.

Nussbaum empfiehlt, beim Kauf von Siliermitteln auf das deutsche DLG-Gütezeichen zu achten. Mittel, die mit diesem ausgezeichnet sind, werden gut kontrolliert und sind häufig schon lange im Einsatz. Er betonte: «Grundsätzlich sollte man Siliermittel nur verwenden, wenn es sie überhaupt braucht. Das ist längst nicht immer der Fall.»

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29.07.2018
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