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Stickstoff: Fluch und Segen

Stickstoff lässt die Pflanzen wachsen und macht gute Ernteerträge erst möglich. Aber der Stickstoff wirkt auch auf die Umwelt - und zwar nicht so gut.


Seit Mitte des 20. Jahrhunderts bringen die Menschen grosse Mengen an biologisch reaktivem Stickstoff in die Umwelt ein. Das ermöglichte einerseits eine starke Ausdehnung der Nahrungsmittelproduktion und damit eine Verbesserung der weltweiten Ernährungssituation. Andererseits gelangt ein grosser Teil des Stickstoffs nicht zu den landwirtschaftlichen Kulturen, sondern in die Umwelt.

Bis zu 100-mal höhere Dosis

Vor 100 Jahren erhielten Wälder, Moore und Magerwiesen nur etwa 0,5 kg biologisch reaktiven Stickstoff pro Hektare und Jahr aus der Luft. Heute sind es je nach Standort zwei bis 65 kg – eine vier- bis über hundertmal höhere Dosis. Das geht nicht spurlos an den empfindlichen Ökosystemen vorbei.

Stickstoffeinträge sind heute – neben der Klimaveränderung und der direkten Zerstörung durch Überbauung – die grösste Bedrohung für empfindliche Lebensräume wie Wälder, Flach- und Hochmoore oder Trockenwiesen.

Eintrag über die Luft oder Bodenerosion

Der Stickstoff (N) wird entweder aus der Luft deponiert oder von benachbarten Flächen durch Bodenerosion oder Abschwemmung von Mineral- oder Hofdüngern oberflächlich eingetragen. Genügend breite Pufferstreifen um empfindliche Ökosysteme herum sind ein effektiver Schutz gegen oberflächliche N-Einträge.

Einträge aus der Luft können kaum reduziert werden

Dagegen ist die Vermeidung von Einträgen aus der Luft schwieriger. Denn der Stickstoff wird nicht nur dort deponiert, wo er entsteht. Im Mittel stammt in der Schweiz etwa die Hälfte des Stickstoffeintrages an einem Ort aus regionalen Quellen im Umkreis von vier Kilometern Entfernung. Die andere Hälfte wird aus einer grösseren Distanz hertransportiert und als Feinstaub oder im Regen in Form von Ammonium und Nitrat deponiert.

Artenreiche Magerwiese ist sehr empfindlich

Während der N-Dünger aus der Luft auf intensiv bewirtschafteten Flächen willkommen ist, verändert er auf empfindlichen Flächen die Artenzusammensetzung. Die empfindlichen Arten in natürlicherweise nährstoffarmen Hochmooren werden durch nährstoffliebendere Arten verdrängt. Eine artenreiche Magerweise, die mehr als die erträgliche N-Menge von sieben bis 15 kg pro Jahr erhält, wird artenärmer.

Annelies Uebersax, Sibille Jenni, Agrofutura; Michel Fischler, Agridea

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