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Stacheldrahtzäune: Die Praxis in Glarus und Graubünden

Der Rückbau von Stacheldrahtzäunen ist auch in anderen Kantonen eine Herausforderung. Im Kanton Glarus fällt dieser Rückbau in die Kompetenz der Kantone. Im Kanton Graubünden haben viele Gemeinden ein Verbot für Stacheldrahtzäune erlassen.


Publiziert: 24.05.2019 / 14:50

Im Kanton Glarus müssen Zäune in Wildeinstands- und Wildwechselgebieten gemäss der Jagdverordnung ab dem 1. November am Boden liegend sein. Dasselbe gilt auch für Zäune entlang der Hauptverkehrsachsen. Entlang dieser Strassen ist der Kanton Glarus verpflichtet, im Sommerhalbjahr Zäune zu errichten und diese zu unterhalten. Dazu gehört auch, dass er sie über das Winterhalbjahr an den Boden legt – eine kantonale Besonderheit, wie Fritz Waldvogel erläutert. Wie der Präsident des Glarner Bauernverbands weiter ausführt, ist im Glarnerland der Einsatz von Stacheldraht entlang von öffentlichen Strassen und Wegen verboten.

Nur in Ausnahmefällen

Aber auch andernorts würden Weiden nur in Ausnahmefällen mit Stacheldraht eingezäunt, etwa an gefährlichen Lagen auf Alpen, wo Absturzgefahr drohe. Weil die Glarner Landwirte während des Sommerhalbjahrs einen grossen Teil des Viehbestandes sömmern, sind im Talgebiet Standweiden die Ausnahme. Wie Waldvogel sagt, werden die Viehweiden im Talgebiet in der Regel mit einem Elektrozaun gesichert. Nach der Beweidung werde dieser wieder entfernt. Da die meisten Glarner Alpen im Besitz von Gemeinden sind, seien diese besorgt, dass alte Zäune sukzessive abgeräumt werden. Das geschehe teilweise in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz sowie mit der Jagd und der Hege.

Hohe Akzeptanz

Im Kanton Graubünden werden laut Thomas Roffler Zäune, die nicht abgebrochen werden, immer seltener. Das hänge damit zusammen, dass in den meisten Gemeinden des Kantons seit einigen Jahren der Einsatz von Stacheldrahtzäunen verboten wurde, erläutert der Präsident des Bündner Bauernverbands. Als Folge da­von hätten die meisten Landwirte auf mobile Weidezäune umgestellt. Eben erst hat Roffler auf seinem Betrieb in Grüsch zehn Hektaren Weideland eingezäunt. Das Aufstellen sei ein riesiger Aufwand, sagt Roffler. Für das Abräumen im Herbst sei der Aufwand kleiner. Moderne Elektrozäune haben laut Roffler zudem den Vorteil, dass sie eine optimale Sicherheit für die Tiere bieten. Zudem haben sie bei der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz als Stacheldraht­zäune.

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