Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Sommaruga zum abgelehnten Jagdgesetz: «Die Bergbevölkerung darf nicht vergessen werden»

Bundespräsidentin und Umweltministerin Simonetta Sommaruga hat sich nach dem Nein zur Revision des Jagdgesetzes vor allem an die Bergbevölkerung gewandt. Das Nein richte sich nicht gegen die Berggebiete, sondern gegen die Vorlage von Parlament und Bundesrat.


Das Jagdgesetz sei nicht nur in städtischen Kantonen wie Genf oder Basel-Stadt abgelehnt worden, sagte Sommaruga am Sonntag vor den Bundeshausmedien. Auch eher ländlich geprägte Kantone wie Jura oder Aargau hätten Nein gesagt.

Eine knappe Mehrheit der Stimmbevölkerung wolle, dass am heutigen Jagdgesetz nichts geändert werde. Präventive Eingriffe in ein Wolfsrudel sollen weiterhin nicht zulässig sein. Der Bund habe weiterhin das letzte Wort bei der Regulierung der Wolfspopulation.

Die Debatte rund um das neue Jagdgesetz sei häufig emotional geführt worden, sagte Sommaruga. Der Umgang mit der Natur, mit Grosswild und geschützten Tierarten und die Fragen rund um die Artenvielfalt bewegten die Menschen.

Kein Entscheid gegen die Berggebiete

Der Bundesrat sei sich bewusst, dass in den Berggebieten nun auch eine Enttäuschung da sei. Die Bevölkerung dort sei unmittelbar von der Ausbreitung des Wolfes betroffen.

Sommaruga betonte, dass es für den Bundesrat wichtig sei, dass sich dieser Entscheid an der Urne nicht gegen die Berggebiete, Schafzüchter und die Älplerinnen richte: «Das Nein ist vielmehr eine Rückmeldung an Bundesrat und Parlament: Ihre Vorlage hat eine knappe Mehrheit der Bevölkerung nicht überzeugt.»

Die Bemühungen in der Schweiz, immer wieder den Ausgleich zu finden zwischen den verschiedenen Interessen müssten weitergehen. Die Schweiz lebe vom Verständnis zwischen Stadt und Land: «Ich möchte die Schweiz zusammenhalten. Keine Region darf vergessen werden.»

Ein guter Tag für die direkte Demokratie

Unabhängig von den einzelnen Abstimmungsergebnissen erinnerte Sommaruga daran, dass noch im Mai wegen des Coronavirus ein Urnengang nicht möglich war. «Eines sollten wir nicht vergessen: Für unsere direkte Demokratie ist heute ein guter Tag», sagte sie. Es sei intensiv über die Vorlagen diskutiert worden: «In der Beiz, am Familientisch oder in den sozialen Medien: Diese Form der Debatte und Auseinandersetzung tut der Schweiz gut.»

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Jagdgesetz-Nein: Das sind die Reaktionen
27.09.2020
Das unterschiedliche Problembewusstsein in den Bergen und Städten spiegelt sich in den Reaktionen von Siegern und Verlierern zum revidierten Jagdgesetz. Erstere zeigen sich gesprächsbereit und kündigten einen neuen Anlauf an. Die unterlegenen Berggebiete fühlen sich im Stich gelassen.
Artikel lesen
Mit seinem Entscheid habe es das Stimmvolk verpasst, den Tier- und Artenschutz zu stärken und klare Regeln für das Nebeneinander von Wolf und Nutztieren zu setzen, bedauern Jagdschweiz, der Schweizer Bauernverband und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SB) in einer gemeinsamen Mitteilung. Ein fortschrittliches Jagdgesetz rücke nun in weite Ferne. «Millionenschwere ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns