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Solothurner Bauern wollen keine Wisente

Der Solothurner Bauernverband (SOBV) ist der Auffassung, dass mit den heimischen und den noch einwandernden Wildtieren und mit deren stetig ansteigenden Population schon genug Konflikt- und Schadenpotenzial besteht. Es brauche keine weiteren Wildtiere im zivilisierten Kanton Solothurn. Das Mittelalter sei Geschichte.


Der Verein "Wisent Thal" plant ein Projekt mit dem Ziel, bis in zwei Jahren auf dem Gebiet Sollmatt in der Region Thal bei Welschenrohr SO Wisente anzusiedeln und später die Wisentherde auszuwildern. Rund 20 dieser europäischen Bisons sollen dann im Solothurner Jura durch die Wälder streifen, wie das im Mittelalter bereits üblich war.

Auch nach einer umfassenden Analyse aller vorliegenden Informationen, wie auch der regierungsrätlichen Antworten zur Interpellation von Beat Künzli SVP zum Projekt "Wisent im Thal", ist der Solothurner Bauernverband (SOBV) überzeugt, dass diese Wisente zu starken Schäden an den land- und forstwirtschaftlichen Kulturen führen würden. Zudem seien  unnötige Konflikten zwischen den Projektverantwortlichen und den Grundstückbesitzern so vorprogrammiert. 

Der Wisent ist ein Tier der halb offenen Landschaft und tritt somit regelmässig aus dem Wald aus, um die angrenzenden Wiesen, Weiden und Äcker als Futtergrundlage zu nutzen. Erfahrungen aus einem vergleichbaren Projekt im Rothaargebirge in Deutschland zeigen, dass Schäden an Forst- und Landwirtschaft zur Tagesordnung gehören und unvermeidbar sind.

Deshalb lehnt der SOBV die Testphase wie auch die Auswilderungsabsichten des Projekts "Wisent Thal" kategorisch ab und ist in keiner Weise bereit, in einer Begleitgruppe, welche von den Projektverantwortlichen geführt wird, mitzuarbeiten.

lid

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