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Sie rammen, pullen und heilen: Grosse Vielfalt bei den Abschlussarbeiten am Ebenrain

Lernende des Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach präsentieren ihre Abschlussarbeiten in einer Kurzfassung, denn die Schülervorträge können nicht gehalten werden.


Seit Jahrzehnten finden jeweils Anfang Jahr am Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach die Vorträge der Lernenden des letzten Lehrjahrs statt. Mit den  Vorträgen stellen sie ihre Abschlussarbeiten vor, die sie  im Rahmen ihrer Abschlussprüfung schreiben.  Dabei bewirtet die Abschlussklasse an mehreren Abenden in Eigenregie ein Publikum von bis zu 140 Personen in der Aula der Berufsfachschule Ebenrain. Es sei ein geselliger Anlass, bei dem man sich gerne austauscht und alte Bekannte aus landwirtschaftlichen Kreisen trifft, schreibt Lukas Odermatt, Lehrer des allgemeinbildenden Unterrichts (ABU) und Chefexperte.

Grosse Bandbreite

Die Themenvielfalt der Vorträge sei jeweils gross und dementsprechend beliebt ist der Anlass bei Bäuerinnen und Bauern der Region. Odermatt schreibt weiter: «Doch schweren Herzens mussten wir dieses Jahr die Anlässe wegen der Corona-Pandemie absagen. Den Lernenden entgeht so die Chance, ihre Vertiefungsarbeit (Erstausbildner/in) oder ihr Vortragsthema mit Schwerpunkt Pflanzenbau, Tierhaltung oder Betriebswirtschaft (Zweitausbildner/in) einem breiteren Publikum zu präsentieren.» 

Neuer Preis fällt aus

Heuer hätte es ausserdem eine Neuerung geben sollen, erklärt der Leiter der Berufsfachschule Dietrich Bögli. So hätte ein Publikumspreis vergeben werden sollen. Dessen Sieger hätten die zuhörenden  Gäste bestimmen sollen. Doch auch die hat die Pandemie verhindert. 

Die schwarze Edelknolle – Trüffeln in der Schweiz

Tim Zeuggin kommt aus Muttenz.

«Ich hatte am Anfang keine Idee, welches Thema ich für meine Vertiefungsarbeit wählen soll. Nach längerem Überlegen ist mir in den Sinn gekommen, dass ich über den Trüffelanbau in der Schweiz schreiben könnte. Dadurch,  dass ich im ersten Lehrjahr in Zeglingen war, kannte ich einen jungen Landwirt, der in ein Trüffel-Projekt eingestiegen war. Zudem wusste ich, dass er in diesem Jahr noch eine zweite Plantage angelegt hat. Deshalb habe ich mich mit Pascal Breitenstein auf seiner Plantage getroffen und durfte mit ihm mein Interview machen. Er hat mir die gesamte Anlage gezeigt und mir die wichtigsten Punkte erklärt.

Hoher Preis für die Nische

Für mich ist wichtig, dass ich über ein Thema schreiben darf, das mich interessiert und das ich nicht nach der Vertiefungsarbeit gleich wieder vergessen will. Zudem ist für mich wichtig, dass ich etwas lerne, das mich in meinem Beruf als Landwirt weiterbringt. Trüffeln sind ein Nischenprodukt in der Schweiz. Da es nur wenige Schweizer Trüffeln gibt, ist der Preis dementsprechend hoch. Der Anbau ist sehr zeitaufwendig und erfordert viel Wissen über die Bodenbeschaffenheit. Zudem hat die Trüffel hohe Ansprüche an Bodenstruktur und Nährstoffgehalte.

Klimawandel begünstigt

Aufgrund der Verschiebung der Klimazonen haben wir in der Schweiz, im Vergleich zu früher, immer mildere Winter und wärmere Sommer. Dadurch wird das natürliche Wachstum von Trüffeln in der Schweiz immer wahrscheinlicher. Es wachsen nicht nur mehr, sondern auch edlere Trüffeln.»

Der Schuss ins Schwarze

Leonie Birri aus Ernen im Wallis.

ich über das Thema ‹Be­rittenes Bogenschiessen› geschrieben. Ich habe dieses Thema gewählt, weil dieser Sport sehr interessant ist und ich ihn selbst ausübe.

Schon früh auf dem Pferd

Ich selbst bin auf diesen Sport rein zufällig gestossen, als ich mit meiner Reitlehrerin an einem berittenen Bogen-Turnier war und dies mich so faszinierte, dass ich es selber probieren wollte. Nur das Reiten selbst ist schon lange ein Teil meines Lebens. Das erste Mal sass ich mit zwei Jahren auf einem Pferd und seitdem habe ich nicht mehr damit aufgehört. Vor fünf Jahren habe ich mit dem berittenen Bogenschiessen angefangen.

Schwieriges Zusammenspiel

Ein wichtiger Punkt ist bei diesem Sport, dass das Zusammenspiel mit dem Bogen und dem Pferd funktioniert. Sonst bekommt man keinen sauberen Schuss hin und kann somit auch das Ziel nicht treffen. Dadurch übt man auch viel nur das Schiessen vom Boden aus oder das Reiten, damit dieses Zusammenspiel auch ganz sicher funktioniert. Natürlich werden auch Turniere durchgeführt, so findet beispielsweise die Schweizermeisterschaft im Kanton Wallis statt. Ich hoffe, dass dieser Sport noch populärer wird und sich noch mehr Leute entscheiden, diesen Sport auszuüben.»

Heilpflanzen – die Kraft der Natur

Corinne Zehnder kommt aus Binningen.

«Alle Schüler und Schülerinnen, welche den allgemeinbildenden Unterricht besuchen, müssen im letzten Lehrjahr eine Vertiefungsarbeit schreiben, so auch ich. Für das Thema hatten wir nur eine Vorgabe, und zwar durfte die Arbeit nicht direkt mit der Landwirtschaft zu tun haben. Ich habe mich, nach kurzem hin und her Überlegen, für Heilpflanzen entschlossen, da ich das Thema sehr interessant finde.

Selbstheilung aktivieren

In der Arbeit habe ich einen Überblick über Geschichte, die heutige Anwendung in der Medizin und allgemeines Heilpflanzenwissen gegeben. Faszinierend daran war, die verschiedenen Glaubensgrundsätze, der verschiedenen Therapieformen kennenzulernen. Bei der Homöopathie wird nach dem Ähnlichkeitsprinzip gearbeitet. Das Ziel der eingesetzten Mittel ist es, die Symptome zu verstärken und somit die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. In der Phytotherapie werden die Krankheitserreger durch die Behandlung der Symptome getötet.

Die Harmonie muss stimmen

Bei der traditionellen Chinesischen Medizin ist es noch etwas komplexer. Man geht von der Lebensenergie «Qi» aus. Das ist die Kraft, die alles antreibt. Die fünf Elemente sind die materielle Verbindung des Qi mit der Erde. Yin und Yang beschreiben die Veränderungen, welche im Körper vorgehen. Wenn alles harmonisch ist, ist der Körper gesund.

In meiner Vertiefungsarbeit wollte ich alle Lesenden in die wundervolle Welt der Pflanzen mitnehmen und ihnen einen Einblick in die Naturheilkunde verschaffen.»

Ford-Schritte, wie ein Pulling-Traktor entsteht

Andri Plattner aus Liedertswil im Baselbiet.

Andri Plattner hat seine Vertiefungsarbeit über das Traktor-Pulling und seinen neu erbauten Sporttraktor geschrieben. «Ich habe meine Vertiefungsarbeit über das Traktor-Pulling und über mein Sporttraktorenprojekt geschrieben. Ich habe dieses Thema gewählt, weil dies mein grosses Hobby ist. Ausserdem war und ist es auch ein Ziel von mir, das Traktor-Pulling mit seinen vielfältigen Aspekten Menschen näher zu bringen, die von dieser Sportart sehr wenig wissen oder sogar Gegner dieser Anlässe sind.

Herausforderung Gewicht

Mir hat das Schreiben der Vertiefungsarbeit Spass gemacht, denn ich habe mit dieser Arbeit für mich ein Dokument erstellt, das ich immer wieder hervornehmen kann und den Bau des Sporttraktors in Text und Bildern rückverfolgen kann. Ich habe aber auch viel Neues gelernt und habe mein Fachwissen erweitert. Zum Beispiel war ein grosses Thema beim Bau des Pulling-Traktors, dass die Gewichtsbeschränkung bei 2500 Kilogramm eingehalten werden kann. Überall mussten wir also auf irgendeine Art und Weise Gewicht einsparen. Schade war nur, dass ich mein Ziel nicht ganz erreicht habe, den Traktor vor der Abgabe der Vertiefungsarbeit starten zu können. Ende Dezember, nach all den vielen Arbeitsstunden, ist der PullingTraktor endlich angesprungen. In diesem Moment haben sich aber auch wieder neue Probleme angekündigt.

Enttäuschung ist gross

Wir hoffen, dass im Jahr 2021 Traktor-Pullings stattfinden können, denn wir sind dann, sofern nichts Unvorhergesehenes eintritt, bereit, an den Start zu gehen. Gerne hätte ich mein Ziel, das Traktor-Pulling einem breiten Publikum näherzubringen, erreicht. Leider sind Corona-bedingt die öffentlichen Vorträge am Ebenrain abgesagt.»

Rammstein – Schall und Rauch

Colin Ruckstuhl kommt aus Flüh im Kanton Solothurn.

Colin Ruckstuhl aus dem solothurnischen Flüh schrieb seine Vertiefungsarbeit über die Band Rammstein. Dies ist sein Kurzbericht über seine Arbeit: «Ich habe meine Vertiefungsarbeit über die Band Rammstein geschrieben, da ich die Band sehr spannend finde. Bekannt ist diese vor allem durch ihren grossen Einsatz von Pyrotechnik und ihre regelmässigen Provokationen.

Die Technik interessierte

Mein Ziel war es, vor allem über die technische Umsetzung an den Konzerten mehr zu erfahren. Rammstein ist eine der grössten deutschsprachigen Bands, die nach dem Musikstil «Neue Deutsche Härte» produziert. Sie setzt sich aus einem Sänger, zwei Gitarristen, einem Bassisten und einem Keyboarder zusammen. Ihre Bühnenshows zeichnen sich durch grosse Pyrotechnikeffekte und Showeinlagen aus. Sie wurden bereits aus zwei deutschen Stadien ausgeschlossen, da die Feuereffekte zu extrem waren. Zudem ist Rammstein die einzige Band, die die Pyrotechnik so nah an den Personen benutzt.  Rammstein stehen immer wieder in der Kritik durch Vorwürfe wegen Rechtsextremismus, wobei dies schon oftmals durch die Band widerlegt wurde. Rammstein provoziert sehr gerne, das kann von Aussagen in den Liedern gehen bis zu Musikvideos, die nur auf einschlägigen Internetseiten zu sehen sind. Die Bühnenshow ist mit der Bekanntheit der Band mitgewachsen.

Materialschlacht für Bühne

Die Bühne der momentanen Liveshow (vor Corona, Anm. der Redaktion) hat eine Breite von rund 25 Metern und eine Höhe von 15 Metern. Die grösste Bühne der Band, sie braucht allein 72 Stunden, um aufgebaut zu werden. Die gesamte Bühne wiegt 150 Tonnen, dazu kommen nochmals 50 Tonnen Licht und Tontechnik. Alles zusammen wird mit 25 Lastwagen transportiert.»

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