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Schweizer Gärten sind seit einem Jahr grösstenteils torffrei

Einer erfolgreichen Kooperation zwischen Branchenakteuren und Bund ist es zu verdanken, dass 2020 schweizweit der Anteil von Torf in Sackerden für den privaten Gebrauch im Garten oder auf dem Balkon nur noch knapp 4 Prozent betrug.


Torfabbau schadet nachweislich der Umwelt, dem Klima und der Biodiversität. In der Schweiz sind die Moore zwar seit über 30 Jahren geschützt und es findet kein Torfabbau mehr statt. Jährlich werden laut Bundesamt für Umwelt (BAFU) aber geschätzt bis zu 524’000 m3 Torf importiert.

Seit 2012 gibt es in der Schweiz darum das Torfausstiegskonzept, das auf freiwillig ergriffene Massnahmen der Branchen basiert. Schlüsselakteure wie beispielsweise Coop und Migros sowie der Erdenhersteller Ricoter haben daraufhin begonnen, Massnahmen zur Torfreduktion aufzugleisen.

Torffreies Substratangebot ausgebaut

2019 schliesslich haben der Verband Jardin Suisse und alle seine Mitglieder, Vertreter des Detailhandels, Erden-Produzenten und der Bund eine weitere Absichtserklärung unterschrieben, um die Torfverwendung im produzierenden Gartenbau und Gartenhandel weiter zu reduzieren – mit Erfolg.

Die Erfahrungen und das Engagement aller Unterzeichnenden der Absichtserklärung hätten es seither ermöglicht, zusätzliche Akteure entlang der Lieferkette zu gewinnen und das torffreie Substratangebot für den Hobbybereich auszubauen, schreibt das BAFU. Ausserdem haben laut BAFU die gesellschaftlichen Trends wie Klimajugend und Urban Gardening den Torfausstieg im Bereich Sackerden unterstützt.

Torfanteil in Sackerden halbiert

So habe der Torfanteil in den Sackerden der beteiligten Unternehmen bereits zwischen 2016 und 2018 halbiert werden können. Von 2018 bis 2020 habe eine weitere Halbierung auf rund 4 Prozent Torfanteil stattgefunden. Erfreulich sei auch, dass trotz der starken Zunahme der verarbeiteten Menge an Erdsubstraten die absolute Torfmenge 2020 im Vergleich zu 2015 um knapp 23’000 m3 abgenommen habe. Dies entspricht jährlich einer Torfschicht von 1 Meter Höhe auf 3,2 Fussballfeldern.

Wachsendes Umweltbewusstsein

Ein wachsendes Umweltbewusstsein und zuletzt die Coronaviruspandemie hätten der Hobbygärtnerbranche Aufschwung verliehen. Dies sei laut BAFU eine gute Ausgangslage, um den Torfausstieg in weiteren Bereichen, insbesondere im produzierenden Gartenbau und Gartenhandel, voranzutreiben. Während die Branche in der Stauden- und Baumschulproduktion die Verwendung von Torf schon stark reduziert habe, sei der Prozess bei der Produktion von Zierpflanzen noch in vollem Gange.

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Gartenbauer wollen Torf in Pflanzenprodukten weiter reduzieren
06.08.2019
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Dafür soll bei der Herstellung von Erdsubstraten Torf schrittweise ersetzt werden, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Dienstag mitteilte. Zudem sollen keine Pflanzen mehr verkauft werden, welche mithilfe von Torf angebaut wurden. Entwässerung von Moorgebieten Konkret wollen die Produzenten und Händler den Torfanteil in der Produktion und im Angebot von Zierpflanzen, Zimmerpflanzen, Stauden ...
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