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Schweizer Erdbeeren abgelehnt: zu reif

Eine traurige Geschichte: ein Emmentaler Bauer kann seine Beeren nicht an den Grossisten liefern. Sie seien zu reif zu wenig lagerfähig.


Publiziert: 04.07.2019 / 13:56

Bruno Spycher aus Lützelflüh ist enttäuscht, denn jetzt vor dem Wochenende wurde seine Erdbeer-Lieferung abgelehnt. Das liege daran, dass die Früchte heute noch lange transportiert und zwischengelagert würden, bevor sie tatsächlich im Verkauf und beim Konsumenten landen. Dies berichtete der Fernseh-Sender "Tele Bärn" am Mittwoch.

Keine reife Ware erwünscht

Aus diesem Grund wolle der Grossist heutzutage keine reifen Beeren, sondern "schlecht-reife", wie es Spycher ausdrückt. Diese können noch tagelang bei kühlen Temperaturen gelagert werden, während wirklich reife Ware am Ende in einem unansehnlichen Zustand beim Konsumenten lande.

Der Grund für den hohen Reifegrad ist laut "Tele Bärn" die Hitze der letzen Tage, durch welche die Erdbeeren im Eiltempo rot geworden sind. 

Stellungnahmen von Coop und Migros

Coop schriebt in seiner Stellungnahme, dass Schweizer Früchte und Gemüse immer Priorität hätten, es aber wegen der Hitze im Moment nicht genügend Schweizer Erdbeeren gebe. Daher würden sie zusätzlich importiert. Die Migros äussert sich gegenüber "Tele Bärn" ähnlich, erwähnt aber auch eine erforderliche Lagerfähigkeit.

Mehr Flexibilität wäre wünschenswert

Der Lützelflüher Beerenbauer sähe durchaus eine Möglichkeit: "Man könnte die hochreifen Früchte zum reduzierten Preis anbieten, dann würde es dem Konsumenten auch nichts ausmachen", meint er. "Am Ende verlieren Konsumenten und Produzenten; die einen bezahlen zu viel, die anderen bekommen nichts für ihre Ware. Und jene dazwischen nehmen ihr Stück des Kuchens weg", erklärt Spycher die Situation.

Lösung in Thun

Bruno Spycher fand dann trotzdem noch einen Abnehmer für seine Edbeeren; ein kleiner Laden in Thun bringe die Früchte direkt nach der Ernte in den Verkauf. Frisch vom Feld also. 

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Kommentare (6)
Andreas am 05.07 2019 um 08:42
Ich finde das eine Frechheit von Coop und Migros das sie schweizer Produkte nicht verkaufen weil sie zu reif sind wen die Früchte reif kaufst hast du viele besser beste ja aber der Coop und die Migros kaufen lieber wider im Ausland ein ist halt billiger aber was für scheiße broukte das sind wie viel jünger und andre kemikalien die Früchte daran hast das wist ihr auch nicht
Barbara Styger am 04.07 2019 um 22:48
Was ist da bloss los mit unserer Gesellschaft Grossverteiler / Geschäft Dass Beste wird abgelehnt ......Reife Erdbeeren Um unteifen Erdbeeren zu kaufen Migros und Coop habt ihr schon einmal die Konsumenten entscheiden lassen was diese lieber kaufen würden ??????? Echt schlimm was da abgeht !!!!!!!!!
Eden am 04.07 2019 um 22:40
Selbstvermarktung. Machen Sie mit den reifen Beeren ein Erdbeermus und frieren Sie es in Portionen von 500 g ein. Die werden Sie lange verkaufen können, sofern Sie eine grosse Eistruhe haben oder vlt bringen Sie das Mus in dieser Form 'mit reifen Beeren' geschmacklich auch viel besser, an die Grossverteiler oder Redtaurants? Viel Erfolg...
Der Mann mit dem Selbstpflückerfeld am 04.07 2019 um 18:17
Lieber Herr Pfeiffer Die hohen Temperaturen stressen nicht nur die Beeren ,sonder halten auch die Selbstpflücker fern.
Pfeiffer Hanspeter am 04.07 2019 um 16:26
Mit ein wenig mehr Eigeninitiative könnte dieser Erdbeerbauer seine Erdbeeren direkt vermarkten. Schon etwas gehört von "Erdbeeren zum Selberpflücken"? Es geht aber schon einfacher zu Jammern und den andern die Schuld zuzuweisen.
Christine am 04.07 2019 um 18:21

Die sind bereits gepflückt; erst dann lehnen die Grossverteiler ab. Nicht wenn sie noch auf dem Feld sind. Das hat nichts mit jammern zu tun sondern ist leider Realität. 🤷🏻‍♀️

Chez Fritz am 05.07 2019 um 08:14

Auch schon gepflückt, direkt ab Hof, Tisch rausstellen mit Kasse, wäre Direktvermarktung. Die Foodwaister aus Zürich verkaufen sie überteuert mit viel PR auf dem Markt, der nur zu Fuss erreichbar ist. Denn Foodwaister aus z. B. Basel hätten schon oft zig hundert kg von geretteten Gemüsen und Früchten so abgekauft und weiterverbreitet. Grassrooted komnt keinen Schritt entgegen und ist nur auf Eigenvermarktung und Profit bedacht. Ich werde auch nicht mit dem Auto nach Zürich oder Thun fahren wenn das Emmental vor der Haustüre liegt. Verhältnisblödsinn und Schade, dass der Bauer jammert aber keine Lösung anbietet.

Fifi am 05.07 2019 um 17:43

Es war nicht Grassrooted und 4 Fr./500 g ist ein fairer Preis. Ausserdem ist er für Direktverkauf nicht eingerichtet. Da müssen auch Parkplätze und Infrastruktur vorhanden sein.

Renate Läpple am 04.07 2019 um 16:04
Traurig aber leider kein Einzelfall.
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