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Schafzüchter sind zurück in der Spur

Ein Jahr nach dem grossen Desaster herrscht beim Schweizerischen Schafzuchtverband (SSZV) wieder Zuversicht. Zudem kritisierte Markus Ritter die Botschaft des Bundesrates zur AP 22+.


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An der Delegiertenversammlung des Schweizer Schafzuchtverbands (SSZV) in der Markthalle Sargans SG zeigte sich Präsident Peppino Beffa an der Begrüssung der 280 Gästen erleichtert. Nach nur einem Jahr gelang es dem neuen Vorstand das Vertrauen der Delegiertenzu gewinnen. Dies, nachdem der Verband vor einem Jahr wegen massiven Führungsdefiziten und finanziellen Unregelmässigkeiten beinahe nicht mehr zu retten war. So musste dieses Jahr nebst der Jahresrechnung 2019 auch jene aus dem Jahr 2018 zur Genehmigung unterbreitet werden.

Statutarisch wurden alle Vorlagen von den rund 220 Stimmberechtigen einstimmig gutgeheissen. Präsident Beffa bekräftigte, dass der Vorstand beschlossen habe, auf den Rechtsweg in Bezug auf die erwähnten Irregularitäten zu verzichten. «Wir wollen vorwärtsschauen und die Energie in die Zukunft des Verbandes investieren». An dieser Stelle schloss Beffa die Vergangenheit ab.

Harsche Kritik an den Bundesrat

Peppino Beffa begrüsste den Gastredner Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes mit den Worten «Wir sind gespannt auf deine feurigen Worte.» In der Markthalle wurde es still, als Ritter, ebenfalls Schafhalter, auf der Bühne erschien. Und dann prasselten seine Worte über das Publikum, wie eine angenehme Dusche. Markus Ritter stieg sofort ein in das Thema zur AP 22+. Die Botschaft des Bundesrates zur neuen Agrarpolitik bedeute: mehr administrativer Aufwand, Mehrkosten und Mindererträge. Ritter bezeichnet die bundesrätliche Botschaft ein Flickwerk, zusammengestellt aus völlig verschiedenen Berichten und aus unterschiedlichen Federn, angereichert mit Fehlern und Widersprüchen. «Diese Botschaft bietet für uns Bäuerinnen und Bauern, Schafhalter und Schafhalterinnen keinesfalls Perspektiven für die Zukunft.»

«Keine Auflagen für importierte Produkte – so geht das nicht!»

Auch wenn die Ernährungssicherheit massiv zurückginge sei das für den Bundesrat kein Problem, sagt Markus Ritter. Dazu schreibt der Bundesrat: «Kein Problem, dann importieren wir eben – ohne Auflagen für importierte Produkte. So geht das nicht.» Für die Einkommensentwicklung sieht es demzufolge in der Schweizer Landwirtschaft nicht gut aus. Je weniger von der Landwirtschaft produziert werden kann, desto weniger Einkommen haben die Bauern. «Das weiss der Bundesrat – er ist ein ehrlicher aber nicht ein schlauer Bundesrat», sagt Ritter. Wer mit dem neuen System Direktzahlungen für Grünland und Raufutterverzehrer im Tal und im übrigen Gebiet Direktzahlungen bezieht, gehört zu den Verlierern. «Das, was der Bundesrat an Massnahmen vorschlägt, ist an Widersprüchen nicht zu überbieten», empört sich Markus Ritter weiter und sieht darin «reine Praktikantenarbeit». Mit seinem Beitrag ist es ihm gelungen den Landwirten und Schäflern Zuversicht zu vermitteln. Er gab zu erkennen, dass er für die bäuerliche Landwirtschaft voll und ganz einsteht.

Gastgeber dieser DV war der St. Galler Schafzuchtverband mit Martin Keller, Buchs SG, an der Spitze. Er sorgte mit seinem Verband und seinem Jodelklub Alvier in der Markthalle Sargans für gute Stimmung.

Für Tiere, Landschaft und Mensch

Dass der Wolf ein Thema war, überraschte nicht. Dennoch, oder gerade deswegen, setzt sich der SSZV für das revidierte Jagdgesetz ein. «Wir müssen Ja sagen für dieses Gesetz», dafür setzt sich der Walliser Rini Pfamatter, Vorstandsmitglied, mit voller Kraft ein. Am 17. Mai wird das Schweizervolk über das revidierte Jagdgesetz abstimmen. «Die Überarbeitung des 34-jährigen Gesetzes ist nötig.» Pfamatter ist überzeugt, dass die Schäfler ­am Abend des 17. Mai als Sieger dastehen werden. «Wenn wir ein Ja in die Urne legen, werden die Gegner ein langes Gesicht machen». bey

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