Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Sals: Freihandelsabkommen mit der USA verstösst gegen Bundesverfassung

Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (Sals) warnt vor den kumulativen Auswirkungen verschiedener Abkommen mit Mercusor-Staaten. Ausserdem sei der Freihandel mit den USA nicht mit der Bundesverfassung zu vereinbaren.


Publiziert: 23.08.2019 / 12:59

Die Freihandelsabkommen würden die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft unter Druck setzen, schreibt Sals in einer Mitteilung. Die Produkte würden im Ausland mit im Inland verbotenen Methoden hergestellt. 

Begrenztes Interesse

Die Schweizer Wirtschaft habe nur ein begrenztes Interesse am Handel mit Mercosur-Saaten habe. Schliesslich würden nur 1,5 Prozent des gesamten Exports dorthin fliessen. Das Mercusor-Abkommen komme nur der exportierenden Industrie entgegen, vor allem Pharma-Unternehmen.

Besseren Schutz gefordert

Insbesondere bei Rind-, Schweine- und Pouletfleisch, Zucker, Getreide und Wein müsse die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft Zugeständnisse machen. Obwohl es jeweils um kleinere Mengen gehe, befürchtet Sals, dass die Kombination mehrer Freihandelsabkommen eine kumulierte Wirkung auf den Schweizer Markt haben könnte. 

Daher fordert Sals einen besseren Schutz der geografischen Angaben (AOP und IGP, insbesondere beim Gruyère AOP). Man wünscht sich dasselbe Schutzniveau wie jenes zwischen der EU und Mercusor.

Deklaration verbessern

Gleichzeitig fordert Sals auch eine bessere Deklarationspflicht von Produkten, insbesondere bei verarbeiteten. Damit sollen die Konsumenten besser informiert werden. Schliesslich seien in Brasilien erst kürzlich neue Pflanzenschutzmittel zugelassen worden. Schweizer Kunden müssten wissen, dass Importware zum Teil mit Produktionsmethoden hergestellt worden sind, die in der Schweiz verboten sind.

Abschliessend äussern will sich die Vereinigung erst nach Abschluss des laufenden Prozesses.

Grosse Unterschiede zu den USA

Mit Blick auf ein Freihandelsabkommen mit der USA betont Sals, dass sich die Schweizer Konsum- und Produktionsmethoden stark von den amerikanischen unterscheiden. Wirtschaftliche Interessen dürften nicht über Zielen der nachhaltigen Entwicklung stehen. Es wird auf die Bundesverfassung  verwiesen, wo zu lesen sei, dass Freihandelsabkommen zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen müssen. Dieser Grundsatz sei mit dem Import von gentechnisch verändertem Mais und hormonbelastetem Fleisch aus den USA nicht zu vereinbaren. 

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Folgen von Freihandelsabkommen besser untersuchen
Der Bundesrat müsste die Auswirkungen von Freihandelsabkommen gründlicher untersuchen. Dieser Ansicht ist die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK). Sie wünscht sich ein planvolleres Vorgehen bei der Ausarbeitung der Abkommen.
Artikel lesen
Die GPK hatte 2017 den Entstehungsprozess von Freihandelsabkommen untersucht. Dabei kam sie zum Schluss, dass der Bundesrat und die Verwaltung grundsätzlich zweckmässig vorgehen. Verschiedene Empfehlungen der GPK sind inzwischen umgesetzt. Noch nicht zufrieden ist die Aufsichtskommission aber mit dem Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Bundesrat will keine umfassende Auswirkungsstudie In einem ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!