Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Rumänien zwischen Aufbruch und Kolonialisierung

Am 10. November 2016 fand in Bukarest erstmals das «Romanian Agriculture Leadership Forum» (Ralf) statt. Rund 300 Exponenten der Land- und Ernährungswirtschaft versammelten sich auf der Suche nach Perspektiven für die rumänische Landwirtschaft.


Publiziert: 12.11.2016 / 14:30

Landwirte von grossen und kleineren Betrieben, Vertreter von Regierung, Firmen und Verbänden aus ganz Rumänien sowie aus anderen europäischen Ländern nahmen an der Ralf-Tagung teil. Pekka Pesonen, Generalsekretär der europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa-Cogeca, betonte in seiner Ansprache: «Die rumänische Landwirtschaft darf in ihrer Entwicklung nicht kolonialisiert werden.»

Rumänien: der grosse Sojaproduzent

Auch Grossbauer Ludan Buzdugan doppelte nach, indem er sagte, das Ausland solle investieren, aber nicht ohne Einbezug der Rumänen vor Ort. Er glaubt an das Potenzial der Landwirtschaft in Rumänien und sieht das Land in den nächsten 20 Jahren unter den 10 führenden Wirtschaftsnationen der EU.

Das Potenzial scheint immens: Rumänien könnte auf einer Million Hektaren Soja für Europa anbauen und so Brasilien und die USA als Lieferanten ablösen.

Kritik an Bürokratie und Agrarfilz

Vielfältig sind die Interessen, in Rumänien Investitionen zu tätigen, oft aber ohne genügend Berücksichtigung der lokalen Verhältnisse.

Verschiedene Diskussionen zeigten, dass die Privatisierung der Landwirtschaft, die nach 1989 begann, immer noch nicht abgeschlossen ist und dass die Benachteiligung der Bauern bei Direktzahlungen aus Brüssel gegenüber ihren Kollegen im Westen Europas für Missmut sorgt in Rumänien.

Laurentiu Baciu, Präsident der Bauernorganisation LAPAR, wetterte zudem gegen die Bürokratie und den Agrarfilz in der Verwaltung in Bukarest und in Brüssel.

3,6 Hektaren im Durchschnitt

Auch wenn an der Tagung ein Grossbetrieb mit 57 000 Hektaren Fläche im Donaudelta vorgestellt wurde, umfasst der durchschnittliche Landwirtschaftsbetrieb in Rumänien nur 3,6 Hektaren.

Es gibt über drei Millionen Betriebe und über 20 Prozent der Bevölkerung arbeiten noch im Primärsektor. Die Privatisierung der Staatsbetriebe in den 1990er Jahren führte zu diesen Kleinstrukturen. Von den 27 EU-Ländern ist Rumänien diesbezüglich an der Spitze. 

Gemäss Organisator Bodgan Romaniuc soll die Tagung institutionalisiert und weitergeführt werden. Auf Schweizer Verhältnisse übertragen könnte dieses Forum mit «Brennpunkt Nahrung» an der Messe Luzern verglichen werden. Zahlreiche Sponsoren aus der Agrarwirtschaft unterstützten den Anlass.

lid

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Artikel zum Thema
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!