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Rumänien-Blog: Die HAFL-Studierenden entdecken die landwirtschaftliche Fakultät

Tag fünf- Die Reise der HAFL - Studierenden geht weiter. Târgu-Mures lautet der Name der nächsten Station.


von Simone de Coulon
Publiziert: 24.05.2019 / 18:04

Am Donnerstag stand ein Besuch an einem weiteren Standort der Uni Sapienta in Târgu-Mures auf dem Programm.

27 Hektaren Versuchsfläche

Hier sind die Fakultäten Technical and Human Sciences mit den Departementen Maschinenbau und Elektrotechnik, Informatik, Agronomie, Kommunikation und Linguistik angesiedelt. Im Bereich Agronomie liegt der Fokus vorwiegend auf der Hortikultur, welche den Gemüse-, Obst- und Rebbau sowie Medizinal- und Armomapflanzen umfasst. Die Uni verfügt insgesamt über 27 ha Versuchsflächen. Davon sind 2 ha Obst mit 18 verschiedenen Apfelsorten. Aktuell wird vor allem mit Obst, Reben, Soja und Gemüse Forschung betrieben. 

Studienaufbau - Wie zuhause

Das Studium ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie bei uns. Die Studenten haben im ersten Jahr vor allem Basismodule und spezialisieren sich ab dem zweiten Studienjahr. Das gesamte Bachelorstudium dauert im Gegensatz zu der HAFL vier Jahre und es erfordert keine praktischen Vorkenntnisse. Dies führt oft dazu, dass Studenten nach dem ersten Studienjahr das Studium aufgrund mangelnden Interesses abbrechen. Ein Grossteil der Studierenden stammt jedoch aus ländlichen Regionen und verfügen dank ihrem bäuerlichen Hintergrund über praktische Erfahrung. Die Betriebe in der Region sind mit durchschnittlich 100 bis 120 ha für rumänische Verhältnisse eher klein. Als Kulturen werden vor allem Kartoffeln, Mais und Raps angebaut. Regionale Milchbetriebe verfügen im Durchschnitt über 200 bis 300 Milchkühe.

Beschränkt auf den ungarischsprachigen Raum

Pro Bereich und Jahr schliessen rund 20 bis 30 Studierende ihr Studium ab. Die Berufschancen werden für die Absolventen als gut eingeschätzt. Rund 70 bis 80 Prozent finden eine Arbeitsstelle im Bereich Hortikultur. Aufgrund der hauptsächlich ungarischen Unterrichtssprache sind sie allerdings auf den ungarischsprachigen Raum beschränkt. Dies ist ein Punkt, welcher die Uni gewillt ist zu verbessern um den Absolventen den Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt zu verschaffen.

Als Abschluss des Besuchs konnten wir noch die neusten Pflaumenschnapskreationen aus dem Uni Obstgarten verköstigen. Egészségedre – Prost!

 

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