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Rumänien-Blog: Die HAFL-Studierenden besuchen einen Produktionsbetrieb für Bodenbearbeitungsgeräte

Tag sechs - Nach einer kleinen Panne zu Beginn, konnten die HAFL-Studierenden am Freitag einen Produktionsbetrieb für Bodenbearbeitungsgeräte besichtigen. Seit Samstag ist die reiselustige Truppe wieder zu Hause.


von Michael Burri, HAFL-Student
Publiziert: 26.05.2019 / 13:03

Nachdem die Ausflüge am Donnerstag problemlos über die Bühne gegangen waren, war dies am Freitagmorgen ganz und gar nicht der Fall. Mit Vorfreude auf die Besichtigung der Güttler GmbH, ein Produktionsbetrieb für Bodenbearbeitungsgeräte im Süden Ungarns, stiegen wir in unseren gemieteten Bus. Der Bus machte zu unserer Verwunderung aber keine Anstalten zum Losfahren. Die Chauffeure hatten nämlich vom Anbieter die Anweisung bekommen, wegen überschrittener Anzahl gefahrener Kilometer erst nach einer zusätzlichen Zahlung weiterzufahren. Wir konnten das Problem mit rumänischem Verhandlungsgeschick schlussendlich lösen.

Patentierte Prisma-Walzen

Mit kleiner Verspätung bei der Güttler GmbH angekommen, erwartete uns ein interessanter Firmenrundgang. Die Firma Güttler hat zwei verschiedene Produktionsstandorte. Einer davon im Süden von Ungarn, an diesem werden Federzinkeneggen und Walzen für die Bodenbearbeitung hergestellt. Es handelt sich um Anhängerwalzen mit Arbeitsbreiten zwischen 4,5 und 12,4 Metern Arbeitsbreite, sowie Geräte für den Frontanbau zwischen 4 und 6 Metern Arbeitsbreite. Die hergestellten Federzinkeneggen tragen den Namen "Supermaxx" und werden in Arbeitsbreiten zwischen 3 und 12 Metern gebaut. Bei den hergestellten Walzen handelt es sich um Prisma-Walzen, einem System, das von Güttler eigens konstruiert und 1978 patentiert wurde. Mit dem Walzsystem wird eine besonders gute Rückverfestigung nach der Saat erreicht, wobei die bearbeitete Ackeroberfläche unten fest und fein, oben aber leicht und krümelig wird, was einen optimalen Feldaufgang ermöglicht.

Roboter übernehmen Schweissarbeit

Die hergestellten Maschinen lassen sich im Baukastenprinzip mit anderen Maschinen wie Sämaschinen oder Kreiseleggen kombinieren. Bei den Sämaschinen entschied man sich für die Firma Krummenacher. Dazu werden im selben Produktionsbetrieb die entsprechenden Rahmen für die Aufnahme der Maschinen hergestellt und montiert. Von dort aus läuft auch der ganze Vertrieb nach Osteuropa, sowie ein kleiner Teil auch nach Übersee, zum Beispiel nach Kanada, Chile oder Südafrika.

Die Gütter GmbH beschäftigt in Ungarn 73 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von 3200 m2. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb mit einer Arbeitszeit von 40 Studen die Woche. Der Produktionsbetrieb ist seit 1996 in Ungarn stationiert und mittlerweile mit hochmodernen Schweissrobotern, die bereits zirka 20 Prozent der Schweissarbeit übernehmen, CNC-Dreh- und Fräsmaschinen, sowie eigener Kugelstrahleinrichtung für die anschließende Lackierung ausgerüstet.

Der Chef persönlich macht den Rundgang

Der zweite Standort liegt im deutschen Kirchheim, wo die kleineren Maschinen gefertigt werden. Zudem befindet sich dort die Verwaltung, der Vertrieb, ein Teil der Entwicklung, ein kleineres Ersatzteillager sowie Servicedienstleistungen. Von dort aus werden auch Geräte für die Grünlandbearbeitung vertrieben. Diese sind mit Striegel sowie mit den selbstentwickelten Prismenwalzen ausgestattet. Die Produktion dieser Maschinen übernimmt die Firma Grinbold im deutschen Amerdingen, mit welcher die Firma Güttler GmbH einen Partnervertrag hat. Die Güttler-Produkte werden in der Schweiz von der Firma Leiser vertrieben.

Der Rundgang wurde sehr sachkundig von Hans Güttler höchstpersönlich, Inhaber des Unternehmens, durchgeführt. Nach der Besichtigung wurden wir von ihm noch zum Mittagessen eingeladen.

Danke, es war spannend!

Anschliessend fuhren wir zurück nach Budapest, wo wir den Abend noch ausklingen liessen. Am Samstag reisten wir dann per Flugzeug und Zug wieder zurück in die Schweiz. Die Woche in Rumänien und Ungarn war sehr lehrreich und spannend. Wir danken allen, die uns dies ermöglicht haben. Wir sind mit tollen Erinnerungen in die Schweiz zurückgekehrt.

Linus Müller zieht Bilanz:

 

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