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Rübenring diskutiert lange und intensiv

Die Rübenkampagne 2018 hat Parallelen aufzuweisen mit der diesjährigen Rübenring-GV. Beide waren zeitweise von Chaos geprägt.


Publiziert: 11.04.2019 / 11:14

Andreas Wiedmer, Präsident des Rübenrings, hätte sich am Mittwochabend wohl Angenehmeres vorstellen können. Er und seine Vorstandskollegen hatten in der voll besetzten Maschinenhalle des Rübenrings in Aarberg keinen leichten Stand.

Statutenkonform oder nicht

Einige Traktanden lösten zahlreiche Voten und verschiedene Anträge aus. Dies begann bereits bei der positiv abschliessenden Rechnung. Daniel Schwab, Lyss, wollte wissen, ob der Ring der Fabrik eine Rechnung für die Ausfallzeiten geschickt habe. Seine privat Versandte sei abgelehnt worden mit der Begründung, dass nur Bahntransporte entschädigt würden. Laut Präsident ist die Antwort auf die gestellte Rechnung des Rübenrings noch ausstehend.

Weiter wird von verschiedenen Seiten bemängelt, dass Rüben von Nichtgenossenschaftern abgeführt worden sind, was nicht statutenkonform sei. Wiedmer verweist hier auf den Artikel 2, der angewandt worden sei.

Kauf Occasions-Bahnratte zugestimmt

Auch der Kauf der Occasions-Bahnratte, die im vergangenen Jahr bereits gemietet wurde, geht nicht diskussionslos über die Bühne. Der Präsident betont: "Für uns ist es eine wirtschaftliche Rechnung, die aufgeht. Darauf sollten wir nicht verzichten." Ernst Marti, ehemaliger Präsident, hingegen stellt den Antrag, den Kauf abzulehnen.

Die gegen 200 Stimmberechtigten heissen mit 117 Ja- zu 49 Nein-Stimmen den Kauf gut.

Verladepläne ändern

Zum zeitweiligen Chaos führt dann das Traktandum Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen. Darin soll der Text zu den Verladeplänen geändert werden. Um einerseits zu vermeiden, dass es bei Verschiebungen immer diejenigen von Freitag und Samstag trifft, deren Rüben schlussendlich zu einem viel späteren Zeitpunkt abgeführt werden, soll künftig mittels Blockverlad geplant werden. Wie das aussehen soll, stellte Dominik Hänni im Detail vor. Andererseits werde vermehrt Flexibilität des Rübenrings vonseiten der Fabrik gefordert. «Dem können wir mit dem alten System nicht gerecht werden», betonte er.

Überblick behalten  

Die Diskussionen überschlugen sich, Anträge wurden gestellt, die anders verstanden wurden, als es vom Antragsteller gemeint war. Den Überblick zu behalten war selbst für den Präsidenten schwierig. Schlussendlich stimmte die Versammlung dem Vorschlag des Präsidenten zu, den vom Vorstand vorgeschlagenen Text mit dem Passus zu ergänzen, dass alle Gebiete zeitlich versetzt mindestens zweimal angefahren werden sollen.

Weiter stand eine Verabschiedung an. Doch auch da waren leise Zwischentöne zu spüren. Frank Amiet verdankte die langjährige Arbeit von Stefan Dardel, Verantwortlicher Maschinen und Halle. Dardel war von 1996 bis Ende 2018 beim Rübenring tätig. Gegenseitiges fehlendes Vertrauen habe zum Abgang geführt, sagte Amiet knapp über die Gründe. Dardel selbst bedankte sich bei «seinen» Mitarbeitern, verlor gegenüber dem Vorstand jedoch kein Wort.

Neues Gesetz

Anton Sutter erklärte, dass seit Februar das neue Gesetz gelte, dass bei Fahrzeugkombinationen bis 40 km/h das Gewicht auf den Antriebsachsen mindestens 22 Prozent des Betriebsgewichtes betragen. Diese Regelung führe dazu, dass Fahrzeugkombinationen eine kleinere Nutzlast aufweisen würden. Er forderte die Produzenten auf, allfällige veränderte Betriebsgewichte der Fahrzeugkombinationen bei der Datenaufnahme zu melden. Bevor es zur wohlverdienten Stärkung mit Wurst ging, bemängelte die Versammlung, dass von der ­Zuckerfabrik, abgesehen von Verwaltungsratspräsident Andreas Blank, niemand anwesend sei. 

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