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Raps: Das Pflanzenbaujahr 2020 hat begonnen

Die Aussaat von Raps steht bevor. Für einen erfolgreichen Anbau sollten jetzt optimale Voraussetzungen geschaffen werden.


von Andi Distel, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
Publiziert: 17.08.2019 / 07:17

Kaum sind die letzten Felder gedroschen, startet mit der bevorstehenden Rapssaat das Pflanzenbaujahr 2020. Die Getreideernte ist unterschiedlich ausgefallen. Bei mittlerer bis guter Qualität gab es Spitzenerträge und Enttäuschungen. Die Rapserträge fielen eher durchschnittlich aus. Jetzt gilt es aber wieder, nach vorne zu schauen und optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches neues Pflanzenbaujahr zu schaffen.

Rapssaat vorbereiten

Der Saattermin sollte so gewählt werden, dass im Herbst mindestens zwölf Blätter gebildet werden und der Raps so in den Winter gehen kann. Der ideale Saatzeitpunkt richtet sich nach Höhenlage, Exposition, Bodenart, Sorte und Produktionsart. Eigene Erfahrungen auf dem Betrieb sind ebenfalls entscheidend. Saattermine vom 20. August bis spätestens 10. September haben sich bewährt. In höheren Lagen und bei gleichzeitig vorhandenen schweren Böden ist der optimale Saatzeitpunkt bereits um den 20. August erreicht. Extensiv geführte Parzellen sollten etwas später gesät werden, weil dann im Herbst bei zu zügigem Wachstum keine Wachstumsregler zur Verfügung stehen. Ein feines und gut abgesetztes Saatbett zur Saat ist Grundvoraussetzung für den Erfolg, auch die Herbizide profitieren davon und ihre Wirkung kommt voll zur Geltung. Die Saatstärken liegen bei 35 bis 45 Körnern/m2. Bei den Sorten hat man die Qual der Wahl. Gleich mehrere Sorten zeigen über die letzten Jahre gute Ergebnisse beim Ertrag. Mithilfe der Sortenliste der Swiss Granum und diversen Versuchsergebnissen der Landwirtschaftlichen Zentren hat man genügend Entscheidungshilfen für einen Sortenentscheid zur Hand.

Ausfallraps beseitigen

Um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern, sollte vor der Rapssaat der Ausfallraps beseitigt werden. Wird der Ausfallraps zu spät bekämpft, besteht ein hohes Risiko für die Übertragung von Krankheiten wie z. B. die Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma).

Frühe Saat gegen Erdflöhe

Bei trockenem und warmem Wetter kann im Herbst mit einem grossen Erdfloh-Druck gerechnet werden. Erdflohschaden kann mit einer frühen Saat vorgebeugt werden. Dies ermöglicht einen schnellen Auflauf. Späte Saaten benötigen länger, bis sie aus der kritischen Phase entwachsen sind. Raps ist ein Lichtkeimer, deshalb werden Rapssamen bei der Saat möglichst flach abgelegt und auf eine gute Rückverfestigung geachtet, damit eine zügige Keimung erreicht wird.

Überwachen mit Gelbschalen

Zur Überwachung der Erdflöhe werden Gelbschalen in den Boden eingegraben. Die Erdflöhe werden durch die gelbe Farbe der Fallen nicht angelockt, es ist eher so, dass diese zufällig in die Falle hüpfen. Wird die Falle nicht eingegraben, ist die Fangquote deutlich tiefer und eine Beurteilung des Bekämpfungszeitpunkts wird schwieriger. Die Rapspflanzen müssen zusätzlich auf Lochfrass untersucht werden, um festzustellen, ob eine Behandlung nötig ist. Nach der Saat darf die Schneckenkontrolle nicht vergessen werden. Ein sorgloser Umgang bei dieser Kontrolle und der Bekämpfung wird sich rächen.

Begrünter Boden schützt

Bei der Bodenbedeckung gelten für die Ansaat oder den Umbruch der Zwischenkultur/Gründüngung keine Fristen mehr. Die Pflicht zur Bodenbedeckung für Kulturen, die vor dem 31. August geerntet wurden, bleibt aber bestehen. Auf diesen Flächen muss eine Zwischenfrucht oder eine Gründüngung gesät werden. Dies gilt auch auf Flächen, auf denen keine Winterkultur angebaut wird. Die Bodendeckung muss gemäss der guten landwirtschaftlichen Praxis erfolgen. Das Ziel ist, die Auswaschung sowie die oberflächliche Abschwemmung von Nährstoffen und Bodenteilchen zu verhindern.

 

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