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Rafzerfelder ist neuer Weltmeister im Pflügen

An den Weltmeisterschaften im Pflügen in Minnesota (USA) hat der Rafzerfelder Marco Angst aus Wil (ZH) nach je einem zweiten Rang im Stoppelfeld und Grasland mit dem Drehpflug den Weltmeistertitel gewonnen.


von Roland Müller
Publiziert: 02.09.2019 / 10:03

„Mit riesiger Freude und voller Stolz darf die Schweizer Pflügervereinigung verkünden, dass Marco Angst in Minnesota Weltmeister im Pflügen geworden ist“, zeigte sich Käthy Angst vom Vorstand und zugleich Mutter des neuen Weltmeisters nach zwei spannenden Wettkampftagen in der neuen Welt erfreut.

Genau 20 Jahre nach dem letzen Schweizer Weltmeister

Nach je einem zweiten Platz und somit Silber auf dem Stoppelfeld und im Grasland reichten die sehr guten Einzelleistungen  für den Gesamttitel zum Weltmeister. Letztmals schaffte dies der Thurgauer Christoph Hess im französischen Pomalce vor just 20 Jahren. Zugleich kommt erstmals der Weltmeister aus dem Rafzerfeld, nachdem bereits die beiden Watter Hans Frei 1994 in Neuseeland und Willy Zollinger 1995 in Kenia Gesamtweltmeister mit dem Drehpflug geworden waren. Zollinger wurde zudem 1992, 93, 94 und 1998 je Vizegesamtweltmeister.  2000 wurde auch Peter Ulrich (Neerach) ebenfalls Vizeweltmeister. Die Weltmeisterschaften mit dem Beetpflug finden bereits seit 1953 statt. Erst ab 1992 wird auch mit dem Drehpflug gepflügt.

28 Länder waren vertreten

An der Weltmeisterschaft, welche am vergangenen Freitag und Samstag in Baudette in Lake of The Woods in Minnesota ausgetragen wurde, beteiligte sich die internationale Pflügerelite aus 28 Ländern. Deren 24 Pflüger bestritten die Weltmeisterschaften mit dem Drehpflug. „Für uns Schweizer waren die Dimensionen, die wir angetroffen haben beeindruckend. Allein das Getreidefeld, auf dem der Stoppelwettkampf ausgetragen wurde, umfasste eine Fläche von gegen 1‘000 Hektaren“, schwärmt Käthy Angst. Zugleich spricht sie aber von durchaus schwierigen Bedingungen, welche die Pflüger angetroffen hatten. Viele Unebenheiten und ständig wechselnde Bodenstrukturen machten den Wettkampf für die Pflüger zur grossen Herausforderung.

Entscheidung war sehr knapp

Am Ende des ersten Wettkampftages liess die Beurteilung der verschiedenen Pflugarbeiten erahnen, dass es eine sehr knappe Entscheidung geben könnte. „Am zweiten Tag wurde bei trockenen Verhältnissen bezüglich Wetter wie auch Boden auf dem Grasland auf sehr hohem Niveau gepflügt“, erklärte Angst weiter. Der 28 jährige Marco Angst bestritt den Wettkampf mit seinem Deutz und einem Kvernelandpflug, welcher im Container per Schiff ebenfalls nach Minnesota reiste.

Ausgeglichene Spitzenleistung brachte Weltmeistertitel

Am ersten Tag kam der Franzose Mathieu Cormorèche mit dem Stoppelfeld am besten zurecht und beendete den Wettkampf mit 209,5 Punkten auf dem ersten Platz. Marco Angst belegte mit 2 Punkten Rückstand  hinter dem Franzosen den zweiten Schlussrang. Er konnte dabei den langjährigen und sehr erfahrenen Routinier John Whelan aus Irland um bereits sehr wertvolle 11 Punkte distanzieren, welche den ersten Wettkampftag auf 5. Schlussrang beendete.

Ein Ire an der Spitze

Der Däne Soren Korsgaard landete mit 202,5 Punkten auf dem dritten Rang. Der Irländer Whelan gehört aber zu den absolut Besten im Grasland. Diesen Wettkampf am zweiten Tag konnte er auch mit 212,5 Punkten für sich entscheiden. Da aber auch Angst mit den anspruchsvollen Bodenverhältnissen ebenfalls gut zurechtkam, verlor er wenige Punkte auf Whelan und beendete als zweiter mit 206,0 Punkten den Wettkampf. Dies bedeutete schlussendlich mit 413,5 Punkten den Gesamttitel als Weltmeister mit 4,5 Punkten Vorsprung auf Whelan. Der Weltmeister im Stoppelfeld Mathieu Cormorèche verlor aber mit 161,5 Punkten im Wiesland zu viele Punkte, so dass er in der Gesamtrangliste auf dem sechsten Schlussrang landete. Ebenfalls verlor der dritte im Stoppelfeld Soren Korsgaard im Grasland mit 194,5 Punkte den Anschluss zur Spitze und wurde schlussendlich Gesamtdritter.

Ein weiterer starker Zürcher

Eine sehr gute Leistung zeigte aber auch der Neeracher Peter Ulrich. Im Stoppelfeld beendete er mit 186 Punkten als 7. Den Wettkampf. Etwas weniger gut lief es im Stoppelfeld, wo er mit 161,5 Punkten 11. wurde. Schlussendlich beendete er den Gesamtwettkampf mit 347,5 Punkten auf dem 9. Rang.

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