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Plantahof: Kaum Widerstand gegen neues Tagungszentrum

Am Plantahof soll ein neues Tagungszentrum entstehen. Kostenpunkt 24,5 Millionen Franken. Am 9. Februar befinden die Bündner Stimmberechtigten über einen entsprechenden Kredit. Widerstand ist kaum auszumachen. Der Plantahof sei für viele Bündner ein Teil ihrer Heimat geworden, sagt Direktor Peter Küchler.


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Das Tagungszentrum des Landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Plantahof soll erneuert werden. Die Kosten werden auf 24,5 Millionen Franken veranschlagt. Das Projekt sieht vor, das im Jahr 1978 in ­Betrieb genommene Internatsgebäude sowie Speisesaal und Küche durch Neubauten zu ersetzen, die den heutigen Anforderungen und Standards entsprechen. Das letzte Wort in dieser Sache haben die Bündner Stimmberechtigten. Sie entscheiden am bevorstehenden Abstimmungswochenende vom 9. Februar, ob das Tagungszentrum gebaut werden kann. Widerstand gegen das Projekt ist kaum auszumachen. Das befürwortende Komitee ist mit Vertreterinnen und Vertretern von SVP bis SP breit abgestützt. Direktor Peter Küchler betont, dass der Plantahof auch bei einer Realisierung des Tagungszentrums in erster Linie für die Landwirtschaft und die Jugend da sein werde.

Peter Küchler, die Mitglieder des Bündner Kantonsparlaments befürworteten mit 109 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen die Erneuerung des Tagungszentrums am Plantahof. Wie erklären Sie sich diese breite Zustimmung?

Peter Küchler: Dem Plantahof ist es in den vergangenen Jahren offensichtlich gelungen, breite ­Bevölkerungsschichten, egal welcher politischer und geografischer Herkunft, welchen Berufs, welchen Alters und welchen Geschlechts, positiv anzusprechen und die Überzeugung zu vermitteln, dass der Plantahof auch ein Teil ihrer Heimat ist.

Die Aus- und Weiterbildung von Landwirten und Bäuerinnen sind das Kerngeschäft des Plantahof. Gewinnt bei einer Investition von immerhin 24,5 Millionen in ein Tagungszentrum der Kongresstourismus an Bedeutung?

Nein, dafür ist die Investition nicht gedacht. Wir grenzen uns auch ganz klar von anderen Seminaranbietern ab, indem wir in erster Linie für die Landwirtschaft und für die Jugend da sind. Daneben pflegen wir den guten Kontakt mit langjährigen Kunden, um unsere Restressourcen, die sich aus unserem Kernauftrag ergeben, sinnvoll zu ­nutzen. Die vorgesehenen Investitionen sichern den bisherigen Bestand. Es gibt keine Ausweitung des Angebots und der Standard bleibt bäuerlich gefärbt.

2014 wurde ein neuer Milchviehstall in Betrieb genommen, 2015 das Kompetenzzentrum für Kleinvieh in Chur, 2016 die Alpkäserei in Parpan. Jetzt steht der Bau eines neuen Tagungszentrums bevor. Plant der Plantahof weitere bedeutende Investitionen in die Infrastruktur?

Der Neubau des Milchviehstalls brachte uns den Laufstall und die verstärkte Weidehaltung. Das Kompetenzzentrum für Kleinvieh übernahmen wir als sanierungsbedürftigen Milchviehstall und nutzten die Chance, ein Zentrum für Kleinviehhaltung von schweizerischer Bedeutung zu verwirklichen. Die Alpkäserei Parpan wurde als Gemeinschaftsprojekt von vier Alpen im Rahmen eines Regionalentwicklungskonzepts gebaut und die vorgesehenen Neubauten bringen bezüglich Energieeffizienz einen Quantensprung. So gibt es für jedes Bauvorhaben einen plausiblen, guten Grund. Nach der angesprochenen Grossinvestition würde der Plantahof bezüglich Infrastruktur sehr gut dastehen, alle wichtigen Gebäudeteile würden sich in einem sehr guten Zustand präsentieren. Trotzdem darf man davon träumen, beim neuen Milchviehstall Wohnungen fürs Personal und Remisen für die Maschinen zu haben und in zehn Jahren eine neue Weinkelterei zu eröffnen.

Die Diskussionen rund um die Land- und Ernährungswirtschaft werden gegenwärtig sehr hitzig und kontrovers geführt. Wo sehen Sie die Rolle eines landwirtschaftlichen Ausbildungszentrums in diesem Umfeld?

Diskussionen sind wertvoll, wenn sie auf Fakten beruhen. Die Diskussionen rund um die Land- und Ernährungswirtschaft sind zunehmend vom Umstand geprägt, dass Tatsachen und Meinungen durcheinandergemischt werden. Die Ausbildungszentren haben die wichtige Aufgabe den Wissensstand der Bevölkerung zu landwirtschaftlichen Themen zu klären und zu steigern. Zudem geht es auch darum, die verschiedenen Positionen aufzuzeigen und die Meinungsträger zusammenzubringen. Oft geschieht der Meinungsaustausch lediglich über die Medien und nicht im konstruktiven Gespräch am Tisch.

«Wichtig für alle Talschaften»

Das landwirtschaftliche Kompetenzentrum Plantahof umfasst am Standort Landquart rund 20 Bauten. Das preisgekrönte Projekt «Flora« der Arbeitsgemeinschaft Nickisch Walder aus Flims und Planalytik GmbH
aus Flums sieht einen flexibel nutzbaren Saal mit einer ordentlichen Belegung von 300 Sitzplätzen und einer entsprechend gross dimensionierten Küche am bisherigen Standort vor.

Das Unterkunftsgebäude für 124 Personen in Doppelzimmern, die sich auch in Einzelzimmer umwandeln lassen, befindet sich neu im westlichen Bereich der Anlage. Durch die etappierte Ausführung kann der Betrieb während der ganzen Bauphase aufrechterhalten werden.

Dem Komitee «Ja zur Erneuerung Tagungszentrum Plantahof gehört auch Thomas Roffler an. Am Plantahof werde Wissen vermittelt, von dem alle Talschaften des Kantons profitieren würden, sagte der Präsident des Bündner Bauernverbands an der Medienkonferenz des Komitees. Gerade der ländliche Raum sei stark auf gut ausgebildete Berufsleute angewiesen.

 

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