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Phosphor: einst Zyklus, heute linear

Für die Nahrungsmittelproduktion ist Phosphor ein unabdingbares Element. Doch die Vorräte sind endlich. Zeit, das Problem anzugehen, finden britische Forscher.


von lid
Publiziert: 10.09.2019 / 10:51
Phosphor ist Bestandteil der DNA und alle lebenden Organismen benötigen es täglich, um Energie zu produzieren. Das Element kann nicht ersetzt werden, und es gibt keinen Weg, Phosphor synthetisch herzustellen. Britische Forscher erwarten laut dem Online-Nachrichtendienst The Conversation ein Ende des Phosphor-Vorrats in 35-400 Jahren und warnen vor einer Nahrungsmittelkrise.

In der Vergangenheit war der Phosphor-Zyklus geschlossen: Pflanzen wurden von Mensch und Tier gefressen, während ihr Kot als natürlicher Dünger für den Wiederanbau verwendet wurde, schreiben die Forscher. Heutzutage sei der Zyklus unterbrochen, weil jährlich 220 Millionen Tonnen Phosphatgesteine abgebaut werden aber nur eine vernachlässigbare Menge zurück in den Boden gelangt. Die Ernte werde in die Städte transportiert und der Abfall nicht auf die Felder, sondern in die Kanalisation zurückgeführt, die hauptsächlich im Meer lande.

Die britischen Forscher plädieren für ein vollumfassenderes Abwasser-Recycling. Die Technologie dazu existiere zwar, stehe aber noch am Anfangsstadium.

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