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Pferdemarkt: Gut schweizerisch, aber teuer

Die Freiberger sind gefragt. Der Export in europäische Länder ist für den Kunden allerdings kostspielig.


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Eigentlich wäre der Freiberger ein Exportschlager. Eigentlich. Denn das Pferd ist teuer. Nicht nur seiner Qualitätsmerkmale wegen und in Verbindung mit dem Swissness-
Gedanken, sondern auch, weil 
gewisse Handelshemmnisse bestehen. Der Export kostet den Schweizer Züchter nichts. Hingegen zahlt der Empfänger des Tieres in einem EU-Land 19% des Verkaufswerts. Das  entspricht dem Mehrwertsteueransatz, der auch die Schweiz bei einem Import erhebt, allerdings beträgt dieser dort nur 2,5%. 19% werden nur bei einem Pferd erhoben, das eine ausgewiesene Abstammung hat und sich zur Zucht eignen würde. 

Bei Stuten und Hengsten, die nicht durch Papiere ausgewiesen sind, oder bei Wallachen, kommt dazu  noch ein Zollansatz von 11,5% des Verkaufspreises. Wie Istvan Bicsek von der Brändlin Pferdeverzollung gegenüber der BauernZeitung erklärt, fliesst der Mehrwertsteueransatz ins Bestimmungsland des Pferdes selber, der Zoll von 11,5%, oder anders formuliert, das tarifäre Handelshemmnis, nach Brüssel, in die EU-Kasse. 

Der Freiberger wird im Ausland als typisch schweizerisches Produkt wahrgenommen. Die Kundschaft, die ein gesundes Pferd aus «ehrlicher Herkunft sucht», wird beim Freiberger fündig. Viele Kunden reagieren auf Verkaufsannoncen von Freibergerpferden mit dem Satz: «Ich bin auf der Suche nach einem gesunden, nicht zu grossen Familienpferd, das klar im Kopf ist.» Das hat der Freiberger zu bieten, was an der Verkaufsschau in Sumiswald am vergangenen Samstag wieder deutlich zum Vorschein kam. 35 Pferde waren im Katalog aufgeführt, der bis zur nächsten Verkaufsschau im April 2018 noch online bleibt.   Das Interesse an den Pferden ist gross. Gehandelt wird immer ein Teil gleich vor Ort. Mehrheitlich dauert der Verkauf aber einige Wochen. 

Die Züchterschaft bleibt gefordert. Der Freiberger hat sich als unkomplizierter und vielseitiger Freizeitpartner zwar durchgesetzt, aber die Konkurrenz ist gross und der Export bleibt kostspielig. Wichtig ist vor allem eine solide Ausbildung, die den Kunden auch etwas kosten darf. Das ältere Pferd, das brav mit Anfängern durchs Gelände trottet, ist allerdings auch beim Freiberger eine Illusion. Nicht weil es ihn nicht geben würde, sondern weil dieser meist unverkäuflich ist.

Simone Barth

Weitere Informationen: www.freibergerverkauf.ch

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