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Österreich: Das Erfolgsprojekt «A faire Milch» muss aufgegeben werden

Die Hoffnungen auf einen fairen Milchpreis seien nachhaltig zunichte gemacht worden. Grund dafür seien Molkerei-Genossenschaften, die sich gegen die Bauern gewandt haben.


Man wolle die Öffentlichkeit nicht länger über die wirklichen Zustände in der österreichischen Milchwirtschaft täuschen – daher wird «A faire Milch»  nach 14 durchaus erfolgreichen Jahren aufgegeben, heisst es in einer Mitteilung der österreichischen IG-Milch.

Genossenschaften sind schlimmer als der Detailhandel

Die IG-Milch hatte es sich zum Ziel gesetzt, die «Zerstörungskraft von Dumpingpreis-Aktionen» im Detailhandel aufzuzeigen und vernünftige Produzentenpreise für Milch, Butter und Fleisch durchzusetzen. Nun scheinen sich aber die Genossenschaften als das grössere Übel herausgestellt zu haben. Mit dem Bashing gegen den Detailhandel wollten Bauernbund und die Landwirtschaftskammer nur von der eigenen Marktmacht ablenken, schreibt die IG-Milch. 

Die besondere rechtliche Form der Genossenschaft werde von Molkereien ausgenutzt.

Ungleichbehandlung, Knebelverträge und Strafen

Die IG-Milch berichtet, dass Betriebe, die beim Projekt «A faire Milch» beteiligt waren, jährlich bei ihrem Milchabnehmer um einen neuen Liefervertrag bitten mussten. Dutzende Betriebe hätten zudem Strafzahlungen leisten müssen, Milchlieferverträge seien abgeändert worden und es habe Absprachen unter Molkereien gegeben, keine wechselwilligen Betriebe anzunehmen. Das sei nichts anderes als gezielte Existenzvernichtung, da jeder Bauer von der Milchabholung abhängig ist.

Weiter sei die Direktvermarktung systematisch verhindert worden.

«Den eigenen Genossenschaften schutzlos ausgeliefert»

Bei der Marktmacht des Detailhandels könne man sich auf funktionierende Kartellgerichte und Wettbewerbshüter verlassen. Den eigenen Genossenschaften seien österreichische Bäuerinnen und Bauern aber schutzlos ausgeliefert, schlussfolgert die IG-Milch.

Aufruf an die Regierung 

Daher fordert die IG nun die österreichische Regierung dazu auf, sich den «absurden und demütigenden Vorgängen» in der Milchwirtschaft des Landes anzunehmen. Vorgänge und Zusammenhänge müssten offengelegt werden. Weiter wird gefordert, das Kartellgericht und Bundeswettbewerbsbehörde eine rechtliche Klärung der missbräuchlichen Anwendung der Marktmacht im Milchmarkt herbeiführen

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