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Österreich: Bauer muss 20'000 Bäume fällen

Landwirt Klaus Erhart hat vor acht Jahren 20'000 Bäume gepflanzt. Weil die Genehmigung dafür fehlte, muss er sie nun bis Juni roden.


2011 hat Landwirt Klaus Erhart auf einem Acker, auf dem jahrelang Getreide angebaut wurde, Bäume angepflanzt. «Ich habe nicht gewusst, dass das Setzen der Bäume meldepflichtig ist», gibt der 52-jährige aus Neumarkt in Oberösterreich gegenüber der «KronenZeitung» zu.

Dem zuständigen Bürgermeister Herbert Brandstötter (ÖVP) sei der Rodungsbefehl für die zum Teil acht Meter hohe Bäume nicht leicht gefallen. Aber er habe handeln müssen, nachdem er einen Hinweis erhalten habe: «Gesetz ist Gesetz, und daran halte ich mich.» Wenn er nichts unternehme, begehe er Amtsmissbrauch.

Erhart hofft nun auf die Rettung seiner Bäume, die bislang niemanden gestört hatten: «Bei einem Wald unter zwei Hektar kann der Bürgermeister eingreifen. Das Areal hat nur 1,8 Hektar.»

Bürgermeister Brandstötter widerspricht gegenüber der «KronenZeitung»: «Man muss die gesamte Parzelle berücksichtigen. Die Fläche ist deutlich grösser als zwei Hektar».Die einzige Möglichkeit sei eine Berufung: «Ich müsste den Einspruch an das Landesverwaltungsgericht weiterleiten. Vielleicht ist das gar nicht so ungeschickt, wenn ein Richter in dieser Angelegenheit entscheidet.»

Es sind wirklich 20'000 Bäume

Bei der BauernZeitung meldeten sich auf die erste Version dieses Artikels kritische Stimmen, die monierten, es könne sich auf keinen Fall um diese hohe Anzahl Bäume handeln, bestimmt seien es nur 2000 Bäume. Auf telefonische Nachfrage der BauernZeitung bestätigt Klaus Erhart die Zahl von 20'000 Bäumen. Es handle sich nicht um einen typischen Forstwald, sondern einen Zweinutzungswald mit Unternutzung - einerseits für Energieholz, andererseits für die Produktion von Zellulose-Platten. Die Bäume seien in Doppelreihen mit einem Abstand von 75 cm gepflanzt, der Abstand zwischen den einzelnen Bäume beträgt 45 cm. Daher sei die hohe Zahl möglich, sagt der Landwirt, der seinen Betrieb seit 2006 nach Prinzipien der Permakultur betreibt.

Ingesamt drohe sogar 34'000 Bäume die Rodung, denn auf einer weiteren Parzelle stünden noch einmal 14'000 Bäume. Dort habe die zuständige Gemeinde den Rodungsbescheid noch nicht ausgestellt. Erhart sagt weiter, zusätzlich zu den Kosten für die Rodung und Räumung der Bäume drohe ihm eine Busse von 5000 Euro. 

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