Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Österreich: Gericht sieht bei tödlicher Kuh-Attacke Mitschuld des Opfers

Fünf Jahre nach der tödlichen Kuh-Attacke auf eine 45-jährige deutsche Wanderin in den Tiroler Alpen in Österreich wurde das Urteil korrigiert: Der Bauer trage nicht die volle Schuld.


von sda
Publiziert: 27.08.2019 / 15:59

Das Oberlandesgericht (OLG) Innsbruckhat ein Urteil der Vorinstanz teilweise korrigiert. Das sagte OLG-Vizepräsident Wigbert Zimmermann am Dienstag bei einer Medienkonferenz. Man sehe nicht die volle Schuld beim Bauern, sondern gehe von einer 50-prozentigen Mitschuld des Opfers aus, erklärte Zimmermann. Dies bedeute, dass dem Ehemann und dem Sohn des Opfers die Ansprüche um 50 Prozent gekürzt würden.

Noch 78'000 Euro plus Renten

Dem Witwer stünden somit rund 54'000 Euro und eine monatliche Rente von 600 Euro zu. Der Sohn bekomme rund 24'000 Euro sowie eine monatliche Rente in Höhe von 180 Euro.

Im Februar hatte das Landgericht Innsbruck in einem Zivilprozess den beiden Hinterbliebenen der Frau aus Deutschland hohen Schadenersatz zugesprochen. Das Urteil hatte unter den Alm-Bauern zu grosser Verunsicherung geführt. Es folgte auch eine Debatte über die Eigenverantwortung von Wanderern.

Hund beschützt

Die 45-jährige Hundehalterin aus Rheinland-Pfalz war im Sommer 2014 im Tiroler Stubaital von einer Kuhherde zu Tode getrampelt worden. Die Kühe wollten offenbar die Kälber vor dem Hund schützen.

Die Frau hatte die Hundeleine mit einem Karabiner um die Hüfte fixiert. Sie hätte wissen müssen, dass Mutterkühe aggressiv auf Hunde reagieren können, hatte bereits das Landgericht befunden. Es sei sorglos gewesen, den Hund so zu fixieren, dass er nicht sofort losgelassen werden könne.

Regeln für Wanderer

Österreich hat mit zehn Regeln für Wanderer, die auf Alpen mit Weidebetrieb unterwegs sind, reagiert. Zu den Regeln gehört das Anleinen von Hunden - oder im Fall einer Kuh-Attacke - deren sofortiges Loslassen, das deutliche Umgehen einer Herde sowie der einzuhaltende Abstand besonders zu Kälbern. Ausserdem wird vor Schreien, Pfeifen und hektischen Bewegungen, die die Tiere nervös machen könnten, gewarnt.

In Österreich stehen nach Angaben der Landwirtschaftskammer rund 270'000 Stück Vieh auf den knapp 8000 Alpen. Viele Wanderwege kreuzen die Areale.

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
5 Massnahmen, um Unfälle zwischen Wanderern und Mutterkühen zu vermeiden
Ein Tiroler Bauer wurde nach einer Kuh-Attacke mit einer Wanderin verurteilt. Die BUL gibt Empfehlungen raus, wie ein Zusammenstoss zwischen Kuh und Wanderer hierzulande verhindert werden könnte.
Artikel lesen
Eine Frau wurde 2014 im Tirol von einer Herde Mutterkühe getötet. Sie hatte einen Hund an der Leine dabei, den sie nicht frei liess, als die Kühe angriffen. Der Wanderweg führte durch die umzäunte Weide, es waren Warnschilder "Achtung Mutterkühe" vorhanden. Der Besitzer der Mutterkühe wurde kürzlich zu fast einer halben Million Euro Schadenersatz verurteilt. Im Merkblatt der Beratungsstelle ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Artikel zum Thema
Umfrage
18.10.2019 - 24.10.2019

Die Bart-Frage

Wie ist der Bart am Schönsten?

Weitere Umfragen
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!