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Obstbau im Wandel

Der Luzerner Obstbauverein feierte seinen 50. Geburtstag auf dem Hof Chapf.


Den Abend eröffnete Christian Steiger mit einem Rundgang durch die Obstanlagen. Als professioneller Obstbauer bewirtschaftet er insgesamt 6 Hektaren Intensiv-Obstanlagen, 3 ha Äpfel, 2 ha Kirschen und 1 ha Birnen. Seit zwei Jahren führt er auch eine Zander-Fischzucht.

Auf Markt ausrichten

«Die Arbeiten auf dem Hof dürfen einem nicht über den Kopf wachsen», meinte Christian Steiger sehr selbstkritisch. So setze er neu auf Sorten mit relativ kleinen Bäumen, damit Ausdünnen und Pflücken auf Augenhöhe und mit weniger Arbeitsaufwand gemacht werden können. Anlagenteile, welche nicht befriedigen, werden relativ rasch wieder gerodet und die gesamte Anlage immer wieder auf den Markt ausgerichtet.

Ohne grosse Worte leitete Vereinspräsident Markus Thali, Gelfingen, zur Jubiläumsfeier mit gut 60 Anwesenden im Partyraum Chapf über. Beatrice Rüttimann vom Schweizer Obstverband projektierte Bilder aus den vergangenen 50 Jahren Obstbau auf die Leinwand. Dazu stellte sie gekonnt Fragen an bekannte Grössen im Luzerner Obstbau.

Lebhafter Verein

Die Rückschau zeigte, dass im Obstbau nichts so beständig ist wie der Wandel. Von den Anfängen der Intensivanlangen über die verschiedenen Pflanztechniken, Marktanpassungen und Sorten, die kamen und verschwanden bis zu verschiedenen Behandlungs- und Schnittverfahren und die Bekämpfung von Feuerbrand. Die regen Diskussionen zeigten einen lebhaften Verein, deren Mitglieder sich immer wieder gegenseitig austauschen und uneigennützig beraten. Aber auch das Gesellige dürfe bei den diversen Anlässen nicht fehlen. Josef Kottmann

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