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Obstbau: Hagelnetz dient auch als Sonnenschutz

Geschützte und bewässerte Anlagen trotzen den klimatischen Veränderungen. Die Ernteaussichten in der Region Zug sind heuer sehr gut.


Publiziert: 24.08.2019 / 07:41

Die Zunahme der Wetterextreme in den vergangenen Jahren habe Einfluss auf den Obstbau in unserer Region, sagt der Luzerner Obstbauberater Markus Hunkeler, der auch Anlagen im Zugerbiet betreut.

Es braucht mehr Wasser

Im Frühjahr mehr Spätfröste und im Sommer mehr Trockenheit bedingen, dass genügend Wasser zur Verfügung steht, so auch mit der Schaffung von Speicherbecken. Mehr Wasser brauche es zur Frostberegnung in der Blütezeit und später zur Bewässerung bei ausbleibenden Niederschlägen. Dass die Klimaveränderungen eine Anpassung bei den Sorten bedingen, glaubt Hunkeler aber nicht. «Welche Sorten angebaut werden, entscheidet vor allem der Absatzmarkt». Entscheidend sei der Schutz der Kulturen.

Allerdings werde die zunehmende Hitze vermehrt zum Thema und erfordere Massnahmen. Da sei die Schweiz mit den vielen mit Hagelschutznetzen eingedeckten Obstkulturen stark im Vorteil gegenüber dem Ausland, wo viele Anlagen noch nicht überdacht sind. Das habe auch die kürzliche Jubiläumsreise des Luzerner Obstbauvereins nach Hamburg gezeigt, wo die Obstbauern vermehrt mit Sonnenbrand auf ihren Früchten konfrontiert sind. «Bei uns dienen die Hagelschutznetze nun aber auch als Sonnenschutz.»

«Bombastisch» bei Birnen

Von der angelaufenden, zwar gegenüber dem Vorjahr rund zehn Tage späteren, Obsternte in der Region schwärmt Hunkeler. Bei den Zwetschgen wird mit einem guten, aber nicht so hohen Ertrag wie im Vorjahr gerechnet.

Nun komme es noch auf das Wetter an, ob die Kirschessigfliege doch noch zum Problem wird, oder ob wegen zu vieler Niederschläge reife Zwetschgen aufreissen könnten. Auch die Halswelke sei teilweise ein Thema. Geradezu eine «bombastisch schöne Ernte» erwartet Hunkeler bei den Birnen, so hoch wie schon im Vorjahr. Allerdings sei die Ernte bei Williams erst angelaufen, und bei Kaiser Alexander und Conference startet diese erst in den nächsten Wochen.

Gute Menge bei den Äpfeln

«Loben sollte man eigentlich erst, wenn die Früchte in den Kisten sind», mahnt Hunkeler allerdings. Zuversichtlich ist der Berater auch für die Äpfel. Er war für die Ernteschätzung in letzter Zeit viel unterwegs und hat eine gute Übersicht über die Situation. Zwar nicht ganz so viele Äpfel wie 2018, nach dem Frostjahr 2017, erwartet er für diesen Herbst in der Zentralschweiz. Aber die Alternanz sei bei vielen Sorten in gepflegten Anlagen kaum mehr ein Thema, ausser allenfalls bei Boskoop.

Vielversprechende Qualität

Auch die Qualität der Früchte sei vielversprechend. Es regnete nach den Trockenperioden im richtigen Moment, und der Regen habe in den letzten Tagen zu einem «unglaublich grossen Fruchtwachstum» geführt. Und dank der kühlen Nächte gebe es nun auch eine schöne Farbgebung bei den Äpfeln. Etwas anders präsentiere sich die Situation bei den hochstämmigen Feldobstbäumen. Dass die Hochstämmer teils etwas darben, hänge wohl auch mit der Grossernte im Vorjahr zusammen, hier sei die Alternanz ausgeprägter. Zudem würden viele Bäume weniger gepflegt, seien teils überaltert, was sich auf das Erscheinungsbild und den Fruchtertrag auswirke. Sicher hätten die Wetterextreme der letzten Jahre – mit Frost, Hitze und Trockenheit – mehr Einfluss auf Hochstammbäume als auf intensiv gepflegte Kulturen. Bei Birnbäumen als Tiefwurzler wohl weniger als bei Äpfelbäumen oder beim Steinobst. «Die Tafel-Kirschenernte war aber auch bei Hochstammbäumen dieses Jahr sehr gut.»Josef Scherer

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