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Oberaargauer Viehzüchter mögen es lustig und milchig

Das Einzugsgebiet im Osten von Bern verabschiedete seinen dezidierten Viehzuchtpräsidenten Ruedi Gygax.


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Es ist ein Gebiet, das es viehzüchterisch in sich hat. Da weiden Kühe, die in sechs Laktationen 100 000 kg Milch geben. Kühe, die über 28 kg Lebenstagsleistungen aufweisen und Züchter, die zum vierten Mal an der Swisscow (heuer an der Fête des Vignerons, Vevey VD) eine Auszeichnung für das Herdenmanagement erhalten. Das sind geografisch zusammengefasst die Oberaargauer. Sie hielten am Mittwochabend in Oschwand ihre Delegiertenversammlung ab und verabschiedeten einen Präsidenten, der nicht zu jener Sorte Viehzüchter gehört, die sich hinter der Meinung anderer versteckt.

Fahrni ist ein Regionalpatriot 

«Ruedi Gygax hat sich starkgemacht für euch», war denn auch der Tenor vom Berner Fleckviehzuchtverband, der am Mittwochabend durch Präsident Stefan Schumacher und Geschäftsführer Christian Burkhalter prominent vertreten war. Der Geist der Region ist nicht nur Ruedi Gygax wichtig. Auch Ueli Fahrni aus Rumisberg nennt sich selbst einen Regionalpatrioten. Er wurde am Mittwochabend als Beständeschauexperte zuhanden der Delegiertenversammlung der Berner in Thun, Anfang März, nominiert. In der Region Oberaargau war nach Niklaus Flückigers Abgang 2018 der Sitz vakant geblieben und drohte, in ein anderes Gebiet abzuwandern. Ein möglicher Sitzverlust war keine Lösung für Fahrni, der sich daher zur Wahl stellt. Bei seiner Vorstellung erklärte er, diese Kandidatur habe er eigentlich nicht gesucht. Fahrni ist es gewohnt, vor Publikum zu reden, nimmt in verschiedenen Gremien Einsitz und schätzt leistungsbereite, gesunde und funktionelle Kühe. Die Oberaargauer ziehen demnach nicht mit einem unbeschriebenen Blatt, das einfach Freude an schönen Kühen hat, zur Wahl nach Thun. Spasseshalber meinten die Anwesenden am Tisch zu Fahrnis Frau Christine, ob sie sich denn bewusst sei, dass sie schon bald den weissen Kittel bügeln müsse. «Den färbe ich gleich rosa», so die schlagfertige Bäuerin.

Ruedi Gygax und die Oberländer

Er ist keiner, der seine Meinung nicht kundtut. Das wissen die Viehzüchter von Ruedi Gygax. Am Mittwoch hat er zum letzten Mal die DV der Oberaargauischen Zuchtviehvereinigung geführt. Sein Vizepräsident Niklaus Flückiger verabschiedete ihn. «Wir haben lange überlegt, bis wir ein passendes Geschenk gefunden haben», so Flückiger. An Humor fehlt es den Oberaargauern nicht. Ihre Versammlungen sind durch die Ausführungen ihres scheidenden Präsidenten nicht nur interessant, sondern auch immer fröhlich gewesen. So passt auch das Geschenk, das ihm die Viehzüchter übergaben. Gerne «zündete» Gygax während seiner Amtszeit mit den «033-ern», wie er die Berner Oberländer zuweilen nannte. Manchmal auch kritisch. Passend erhielt Gygax zum Dank für seinen grossen Einsatz zugunsten der Oberaargauer einen Gutschein in einem Hotel, dessen Telefon die Vorwahl 033 hat. 

Junge kommen nach

Und so ging es unterhaltsam weiter. «Er wird langsam erwachsen, unser Jungzüchter», erklärte Ruedi Gygax, als es um die Wahl des Nachfolgers von David Minder als Jungzüchter in den Vorstand ging. In der Person von Matthias Zbinden aus Seeberg wurden die Züchter fündig. Auch die Suche nach einem neuen Präsidenten war erfolgreich. Adrian Aebersold aus Bollodingen tritt die Nachfolge von Ruedi Gygax an. Er konnte am Abend zusammen mit elf weiteren Züchtern und Züchterinnen von Matthias Schelling, Direktor Swissherdbook, die begehrte Plakette für eine Kuh mit 100 000 kg Milch in Empfang nehmen. Traditionell ehrt die Oberaargauische Viehzuchtvereinigung auch immer die Besitzer der Kühe mit einer Lebensleistung von 80 000 kg Milch. Hier waren es gar 22 Kühe, die diese Leistung im eher kleinen Einzugsgebiet erbrachten. Hansruedi Allenbach, Wiedlisbach, stellte die Kühe vor.

100 000 kg Milch

Folgende Besitzer erhielten am Mittwochabend für ihre Kühe mit 100 000 kg Lebensleistung eine Plakette. Galinka (RH), V: Joyboy, Adrian Aebersold, Bollodingen; Ragusa (RF), Blitz-ET, Ulrich Bärtschi, Lotzwil; Perle (SF), Stadel-ET, Werner Dennler, Bleienbach; Soraya (RF), Mtoto-ET, Martin Flückiger, Ursenbach; Conny (RH), Incas, Rudolf Gygax, Oschwand; Lori (RH), Prism-ET, Martin Kaufmann, Rütschelen; Berna (SF), Baccala-ET, Fritz Leuenberger, Riedtwil; Luna (RH), Fabio, Abdreas Schaad, Bettenhausen; Alpina (RF), Lancelot, Werner Sommer, Langenthal; Urbana RH, Stadel-ET, Samuel Strahm, Auswil; Nelly (RH), Sam-ET, Stuber Urs, Attiswil; Helga (RH), Baccala-ET, Ueli Urben, Inkwil.

Sie können Melken und Geschäften

Im Jahresrückblick blickte die Versammlung auf ein strenges Jahr zurück. Mit der im Drei­jahresrhythmus stattfindenden Ausstellung in Langenthal gab es wieder einen Grossanlass zu ­bewältigen. Die Bilanz beweist, dass sie nicht nur melken, sondern auch geschäften können. So sollten von der Oberaar­gauischen Zuchtviehausstellung zwischen 9000 und 10 000 Franken in die Kasse der Vereinigung fliessen.

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