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Neues Merkblatt: Weideparasiten bei Schafen und Ziegen kontrollieren

Würmer im Verdauungstrakt sind wirtschaftlich bedeutend bei Weideschafen und -ziegen. Das neue Merkblatt informiert über die Symptome und Massnahmen zur Vermeidung dieser Parasiten.


Innere Parasiten können bei Schafen und Ziegen unterschiedliche und zum Teil unspezifische Symptome auslösen, wie es im neuen Merkblatt "Weideparasiten bei Schafen und Ziegen nachhaltig kontrollieren" heisst. 

Krankheit bis zum Tod

Möglich sind etwa Fressunlust, Durchfall, Gewichtsverlust oder allgemeine Schwäche. Die Tiere können auch als Folge eines Wurmbefalls sterben. Gerade der Rote Magenwurm ist berüchtigt. Er ernährt sich vom Blut der Schafe und Ziegen und löst so Blutarmut, bei Lämmern z. T. einen plötzlichen Tod aus. Befallene Tiere haben bleiche Lidbindehäute an den Augen oder etwa einen "Flaschenhals", eine Schwellung am Unterkiefer.

Den Larven ausweichen

Einem Befall durch Magen-Darm-Würmer kann man mit gezieltem Weidemanagement entgegenwirken. Zentral ist dabei, die Weiden dann zu meiden, wenn sich dort besonders viele Larven tummeln. Das ist gemäss Forschungsergebnissen aus den Niederlanden zwischen der 4. und 10. Woche nach Weidebeginn der Fall. 

Das Merkblatt führt folgende weiteren Massnahmen beim Weiden aus:

  • Wechsel zwischen Weide und Schnittnutzung (in der Weideruhezeit stirbt ein Teil der Larven ab)
  • Hohes Abweiden (Larven leben vor allem an den untersten sechs Zentimeter der Pflanzen)
  • Beweidung mit unterschiedlichen Tiergattungen (die meisten Magen-Darm-Würmer haben sich auf bestimmte Wirtstiere spezialisiert)

Resistente Würmer werden zum Problem

Da Entwurmungsmittel zunehmend ihre Wirkung gegen die Parasiten verlieren, sind alternative Massnahmen wichtig. Auch der Einsatz von Esparsetten im Futter scheint vielversprechend zu sein. Gemäss den Bio Suisse-Richtlinien dürfen Entwurmungen auch nur auf Anordnung eines Tierarztes vorgenommen werden. 

"Gute Würmer" leben lassen

Um die Ausbreitung von Resistenzen zu vermeiden, gibt es die Strategie, sozusagen "gute Würmer" leben zu lassen. Dabei werden einige Schafe oder Ziegen einer Herde gezielt nicht entwurmt, damit in ihnen auf Entwurmungsmittel sensible Parasiten überleben. Diese sollen ihre Anfälligkeit an die nächste Wurm-Generation weitergeben, denn Nachkommen sind nur resistent, wenn beide Wurm-Eltern es auch waren. Empfohlen wird, 20 Prozent der Tiere nicht zu behandeln. 

Behandlungsbedarf feststellen

Das ausführliche Merkblatt behandelt neben den bereits erwähnten Punkten auch folgende Themen:

  • Identifikation behandlungsbedürftiger Tiere
  • Teilimmunität bei älteren Schafen
  • Richtige Dosierung und Applikation von Entwurmungsmitteln
  • Wie kann man die Wirksamkeit der Mittel prüfen?
  • Einschleppung resistenter Parasiten verhindern (bei zugekauften Tieren)
  • Esparsette als Alternative zu synthetischen Entwurmungsmitteln
  • Informationen zu verschiedenen Weideparasiten

Es wurde vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Bio Suisse und dem Landwirtschaftszentrum Visp herausgegeben. Es ist im FiBL-Shop verfügbar (kostenloser Download oder Kauf einer gedruckten Version)

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