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Naturapotheke: Erste Hilfe von der Wiese

Wer häufig draussen ist – sei das am Arbeiten auf dem Feld oder im Garten, beim Wandern oder Spielen – kriegt schnell einmal einen Kratzer oder einen Insektenstich ab. Da hilft der Spitzwegerich.


Der Name «Wegerich» leitet sich aus dem Althochdeutschen ab und bedeutet so viel wie «Wegelagerer» oder «Wegbeherrscher.» 

Er wächst dann auch den ganzen Frühling über und bis in den Herbst an Wegrändern und in Wiesen. Er ist an seinen langen, spitzen, mit fünf Nerven versehenen Blättern erkennbar. Ausserdem hat er eine unverwechselbare Blüte. Hoch über der Blätter­rosette thronen auf langen, vierkantigen Stielen die braunbeigen mit weissen Staubblätterkränzen  bestückten Kugeln.

So wirkt er

Man sammelt ein Spitzwegerichblatt, macht eine Kugel und zerkaut es im Mund, damit die Wirkstoffe austreten. Den Brei gibt man auf die Wunde. Er wirkt desinfizierend und wundheilend. Mit einem anderen Spitzwegerichblatt, einer Schnur oder einem Taschentuch fixiert man den Brei. Erste Hilfe also direkt vor Ort!

Im Winter kann man Spitzwegerichtee gegen Husten trinken, denn seine Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über die Schleimhaut von Mund und Rachen und lindern so Schmerzen. 

Spitzwegerich-Tee

Spitzwegerich-Tee wird mit den Blättern der Pflanze zubereitet. Für einen Aufguss zwei Teelöffel des Tees mit einem viertel Liter Wasser ansetzen. Zehn Minuten ziehen lassen. Um dem Spitzwegerich-Tee einen angenehmeren Geschmack zu verleihen und seine heilsame Wirkung noch zu verstärken, empfiehlt es sich, ihm noch einen Teelöffel Honig hinzuzufügen. 

Esther Thalmann

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