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Nachfrage steigt: 103 Hektaren mehr Hanf im Feld

Wegen der Trockenheit 2018 gibt es mehr Kunstwiese und Sorghum. Auffälliges Flächenwachstum ist auch beim Hanf zu beobachten.


Steinach "Die Nachfrage nach unseren Heimat-Zigaretten steigt stetig an. Es gibt auch eine gute Nachfrage nach CBD-Hanf, auch hier wächst der Markt", erklärt Mischa Schoch von der Firma Koch&Gsell im St. Gallischen Steinach. Die Firma produziert die ersten Tabak-Hanf-Zigaretten der Welt in der "Heimat-Manufaktur". Das Geschäft läuft offenbar gut, trotz einem stolzen Preis von Fr. 49.90 für ein Päckli "Heimat Hanf pur"-Zigaretten aus 100% Schweizer Hanf. Ein Päckli "Heimat Tabak & Hanf" aus 100% Schweizer Tabak und Hanf ist mit Fr. 19.90 ebenfalls nicht billig.

Der Hanfmarkt wächst

Die Alpenpionier AG in Chur produziert Hanfpasta, Hanfpulver, Hanfnüsse, Kinohanf, Hanftee und Hanföl und die Nachfrage steige, sagt Emanuel Schütt von der Alpenpionier AG. "Wir spüren das Interesse der Bauern, es gibt vermehrt Anfragen von Bauern, die für uns Hanf pflanzen möchten", verrät Schütt. Was muss ein Hanfbauer beachten? "Saubere Felder sind wichtig", weiss er aus Erfahrung. "Wir pflanzen eine Bio-Hanfsorte. Sie ist mit 1,2 Meter relativ kurz und deshalb ist bei ihr die Unkrautunterdrückung weniger stark ausgeprägt als bei hoch wachsenden Sorten", betont Emanuel Schütt.

Es gibt nichts vom Bund

Für Hanf erhält der Pflanzer bisher keine Direktzahlungen. Findet er trotzdem Bauern, welche für die Alpenpionier AG Hanf anpflanzen? «Grundsätzlich wäre es positiv, wenn auch für Hanf Direktzahlungen fliessen würden», wünscht sich Emanuel Schütt. «Im Fürstentum Lichtenstein ist der Hanf auf der Liste der berechtigen Kulturen; der Kanton Graubünden gleicht einen Teil der fehlenden Direktzahlungen mit Unterstützungen aus. Wir sind aber zuversichtlich, denn Hanf ist eine Pflanze mit Zukunft, sie liefert Lebensmittel und die Fasern können auch verwertet werden», schildert Schütt den in seinen Augen grossen Wert der Pflanze.

Branche wartet auf Gesetz

"Das Schweizer Unternehmen Doublegreen mit Sitz in Baar ZG will in den Handel mit Cannabis-Öl einsteigen", berichtete die «Handelszeitung». Die Firma Doublegreen warte nur noch auf ein Gesetz, mit dem der Handel und medizinische Gebrauch von Cannabidiol (CBD) geregelt werden soll. Doublegreen erziele mit dem Label "Swissextract" bereits heute einen Jahresumsatz von mehr als fünf Millionen Franken, schreibt das Blatt. Das Beispiel Hanf zeigt – die Äcker in der Schweiz werden vielfältiger. Laut der monatlichen Publikation von Agristat haben 2019 aber die Kunstwiesen mit einem Plus von 3562 Hektaren (rund drei Prozent) flächenmässig am meisten zugelegt.

Mehr Futter für das Vieh

Dies ist auf das Trockenjahr 2018 zurückzuführen, welches auf vielen Viehhaltungsbetrieben zu Futtermangel führte. Mit dem Mehranbau von Kunstwiesen haben viele Bauern die Sicherheit bei der Futterversorgung erhöht. Sehr viele Bauern haben auch neu die trockenheitsresistente Futterpflanze Sorghum angepflanzt. Die Fläche von Sorghum hat sich 2019 von 123 ha auf 310 ha mehr als verdoppelt.

Die Äcker werden bunter

Auch beim Getreide wurde es vielfältiger. Die Fläche der alten Getreidesorten Emmer und Einkorn stieg von 153 ha im Jahr 2017 auf aktuell 444 ha an, das ist eine Verdreifachung der Fläche innert drei Jahren. Die Klimaerwärmung lässt sich nicht mehr leugnen, was man auch am stetig steigenden Anbau von Reis in der Schweiz erkennen kann: 2019 wurde in der Schweiz auf 92 ha Reis angebaut, vor 20 Jahren war der Anbau in der Schweiz noch unbekannt.

Auch die alte Getreideart Hirse weist im Anbau ein beachtliches Wachstum auf: 2017 waren es noch 186 ha, 2018 schon 233 ha und 2019 bereits 308 ha. Nicht ganz so stark ist die Fläche der Ölkürbissse gewachsen. Immerhin betrug das Wachstum hier 23 ha, 2019 wurden total auf 85 ha Ölkürbissse angepflanzt. Der Markt mit Kürbisöl wächst stark, auch wenn Ernte und Aufbereitung der Kürbissamen aufwendig sind. Bunter wird der Acker auch mit dem gelb blühenden Senf, von dem 2019 immerhin 70 ha wuchsen und der Leindotter (20 ha) bringt blaue Farbtupfer in die Schweizer Äcker.

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