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Mit Kuhmast die Fleischimporte halbieren

Würden alle abgehenden Kühe vor der Schlachtung um 100 Kilo aufgemästet, könnte der Import von Schlachthälften um fünfzig Prozent reduziert werden.


Publiziert: 13.12.2018 / 14:27

Nach wie vor hat die Schweiz einen Mangel an Rindvieh-Verarbeitungsfleisch. Rund ein Viertel aller Schlachthälften muss importiert werden. Bei einer Menge von jährlich 155‘000 geschlachteten Kühen werden also pro Jahr zusätzlich Schlachthälften von 44‘000 Kühen in die Schweiz importiert, was rund 13'000 Tonnen Fleisch entspricht.

Mit Kuhmast könnte diese Menge um die Hälfte reduziert werden, wie ein Gedankenexperiment zeigt: Wenn jede der 155'000 Schweizer Schlachtkühe um rund 100 Kilo Lebendgewicht beziehungsweise 50 Kilo Schlachtgewicht aufgemästet würde, ergäbe das 7‘750 Tonnen Verarbeitungsfleisch mehr pro Jahr. Dies würde über die Hälfte der Importe überflüssig machen. Natürlich ist nicht jede Schlachtkuh so mager, dass man sie aufmästen kann oder muss. Aber jede Kuh, die gemästet wird, reduziert die Importe.

Am Schluechthof untersuchten im Jahr 2014 zwei Agrotechniker drei Betriebe mit Kuhmast. Die Daten von 140 Kühen zeigen, dass die Kühe zwischen 80 und 120 Kilo Lebendgewicht zunahmen, pro Tag im Durchschnitt 1 Kilo. Der Erlös zwischen dem Einkauf der mageren Kuh und dem Schlachterlös der gemästeten Kuh schwankte zwischen 550 und 800 Franken, bzw. pro Tag zwischen 4 und 8 Franken.

Ernst Rutz von der NSG (Nutz- und Schlachtvieh- Genossenschaft Wattwil) hat 1143 Kühe ausgewertet, die zuerst mager, dann ausgemästet über den Markt in Wattwil gelaufen sind. Die durchschnittlichen Werte zeigen einen Zuwachs von 81 Kilo pro Tier (pro Tag 799 Gramm bei einer Haltedauer von 102 Tagen). Dies ergab einen Gewinn von 608 Franken (pro Tag 5.99 Franken; pro Kilo Zuwachs 7.49 Franken). Kühe mästen kann also für Betriebe, welche die Milchproduktion aufgeben, eine echte Alternative sein. Dies gilt auch für Biobetriebe, obwohl vermutlich keine Schlachthälften von Biokühen importiert werden mussten - es sollte gar nie so weit kommen. 

Eric Meili, FiBL

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