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Mit Klärschlamm gelangt auch Mikroplastik in den Boden

Über Klärschlamm gelangen nicht nur Schwermetalle, sondern auch erhebliche Mengen an Mikroplastik in landwirtschaftlich genutzte Böden, wobei über die Langzeitfolgen erst wenig bekannt ist.


Das zeigt ein Gemeinschaftsprojekt von Forschern der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) und des norwegischen Instituts für Wasserkunde, in dem der Austrag von Kunststoffen im Klärschlamm von Kläranlagen untersucht wurde.

Laut Schätzungen der Wissenschaftler gelangt auf diesem Weg in Europa und Nordamerika jedes Jahr zwischen 110'000 t und 730'000 t Mikroplastik auf landwirtschaftliche Nutzflächen. In Schweden werde auf einem Viertel der gesamten Ackerfläche zeitweise Klärschlamm ausgebracht.

In der Schweiz verboten

Die Forscher betonen, dass derzeit nicht klar sei, ob diese Kunststoffpartikel im Boden ein Problem darstellten. Gleichzeitig fehle es aber auch an Erkenntnissen, wie lange die Mikroplastikbestandteile im Boden verweilten und wie sie sich langfristig auf die dortigen Mikroorganismen, die Bodenfruchtbarkeit oder die Lebensmittelsicherheit auswirkten. Das schwedisch-norwegische Team spricht sich daher für entsprechende Feldstudien aus.

In der Schweiz ist es seit dem 1. Oktober 2006 untersagt, Klärschlamm als Dünger in der Landwirtschaft auszubringen.

AgE/jw

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