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Buchtipp: Einfache und bekömmliche Rezepte aus der Armee

Der Fona-Verlag interpretiert das Kochbuch der Schweizer Armee für Private neu. Die Rezepte sind genau so einfach, aber für vier statt hundert Personen berechnet.


Publiziert: 09.07.2019 / 05:30

Auf den ersten Blick haben das «Reglement 60.006d – Kochrezepte» (hier können Sie das Rezeptbuch herunterladen) und das Buch «Militärchuchi» nicht viel gemeinsam. Ersteres ist das berühmte Militärkochbuch, die Grundlage für die Truppenverpflegung der Schweizer Armee. Die Rezepte sind auf 100 Personen ausgelegt; 50 der insgesamt 432 Seiten des Reglements geben einen groben Überblick über Kochtechniken – von den Fachausdrücken im Küchendienst bis zu den Schnittarten von Fleisch und Gemüse und dem Einsatz von Gewürzen – Ernährungslehre und Lebensmittelsicherheit. Die Rezepte sind so beschrieben und aufgebaut, dass sie funktionieren – denn ohne Mampf kein Kampf. In den Ausbildungslehrgängen wird den angehenden Truppenköchen dann eingebläut, dass sie für das Wohlergehen der Truppe mitverantwortlich sind; Reglement 60.006d schafft die Grundlage dafür. Klar, direkt, ohne Klimbim.

Unkompliziert und schön

Ganz anders verhält es sich mit dem Kochbuch «Militärchuchi», 2012 im Fona-Verlag erschienen, 2018 in einer leicht geänderten Ausgabe neu aufgelegt. Die Fachausdrücke für den Küchendienst fehlen ebenso wie die Schnittarten von Fleisch und Gemüse. Im Vorwort steht stattdessen: «Die Armeekost mögen alle. Sie ist bodenständig und sättigt, sie ist abwechslunsgreich und unkompliziert.» Das Buch stützt sich auf Reglement 60.006d und ist für vier Personen rezeptiert. Mitgeliefert werden auch die Rezepte für zehn Personen, weil die Militärküche ein «idealer kulinarischer Guide für die Verpflegung in einem Lager oder in einer Hütte, für Vereins- und öffentliche Anlässe und grosse private Einladungen» sei.

Dass es nicht viel braucht, um die Aufmachung eines Militärreglements zu übertreffen, zeigt «Militärchuchi» beispielhaft. Die Teller und Schalen mit den Speisen werden vor alten Rucksäcken, Alu-Trinkflaschen oder auf Jutesäcken präsentiert – genau so, wie das Essen im Militär garantiert nie serviert wird.

Geblieben sind die Einfachheit der Rezepte, die klaren und unmissverständlichen Anweisungen und die exakten Mengenangaben. Wer zum Beispiel das Brot für den Schinken im Brotteig (für vier Personen) machen möchte, muss genau acht Gramm Hefe und sechs Gramm Salz mit 280 Gramm Ruchmehl und 200 Milliliter Wasser zu einem weichen elastischen Teig kneten.

Der Koch entscheidet

Ob es richtig ist, die Armeeküche – oder eben die «Militärchuchi»– als bodenständige und sättigende, von jedermann (und Frau) gemochten Küche zu verklären, darüber lässt sich streiten. Es gibt nämlich schon Dinge, die nicht jedem Soldat schmecken: Ebly zum Beispiel, oder Pot-au-feu, von der Polenta ganz zu schweigen. Das Reglement 60.006d kann die vielfältigen Anforderungen, die die Armee an ihre Truppen stellt, nur teilweise abbilden: ein Füsilier muss zum Beispiel anders verpflegt werden, als ein IT-Spezialist oder ein Offizier. Aber darum geht es beim Fona-Kochbuch nicht. Das Buch zeigt vielmehr, dass die Armeerezepte Teil der helvetischen Kochkultur sind. Dass es schmeckt, liegt letztlich in der Verantwortung des Kochs bzw. der Köchin (oder der Küchenmannschaft).Hansjürg Jäger

«Militärchuchi». Fona-Verlag, 96 Seiten, 18 Franken.

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