Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Milchpreise 2019 im Auf und Ab

Januar bis Mai lag der Preis der Molkereimilch unter dem Vorjahr. Seit September sieht es viel besser aus.Heinz Minder Schweizer Milchproduzenten SMP


Der Milchpreis für Molkereimilch ist 2019 in der zweiten Jahreshälfte deutlich über das Niveau vom Vorjahr gestiegen. Im ersten Quartal lag er noch unter Vorjahr (Februar sogar minus zwei Rappen) und bewegt sich seit September mehr als zwei Rappen über dem Preis von 2018. Im Durchschnitt sind 2019* rund 0,9 Rappen pro Kilogramm mehr ausbezahlt worden als 2018. Das ist das Ergebnis des Milchpreismonitorings der Schweizer Milchproduzenten SMP.

Der Grüne Teppich wirkt

Der Standardproduzentenpreis SPP (Jahresmenge 180'000 kg, Gehalt 40 g Fett, 33 g Eiweiss pro kg Milch) hat 57,14 Rappen (Durchschnitt der zwölf Monate) betragen. In den ersten acht Monaten ist der Unterschied zum Vorjahr beim SPP nicht sehr gross gewesen. Der höhere Preis ab September ist in erster Linie auf die Nachhaltigkeitszuschläge (Grüner Teppich) zurückzuführen.

Unterschiedliche Segmente

Im Rahmen des Milchpreismonitorings schauen wir auch auf die Segmentierung (Anteile A- und B-Milch, A- und B-Preise). Im Gegensatz zum SPP gab es hier auch in den ersten acht Monaten grosse Unterschiede zum Vorjahr. Der Anteil A-Milch war vom Januar bis Juni fast gleich hoch und ist in der zweiten Jahreshälfte deutlich unter das Vorjahr gefallen (Juli bis September und Dezember minus 5 bis 7%, Oktober und November sogar minus 12%). Insgesamt wurden 2019* rund 72 Prozent A-Molkereimilch eingekauft (−4% gegenüber dem Vorjahr). Die restlichen 28 Prozent wurden als B-Milch eingekauft.

C-Milch war kein Thema

Aufgrund der ausgeglichenen Marktlage war C-Milch im letzten Jahr kein Thema. Grosse Unterschiede gab es beim A-Preis. Dieser lag in den Monaten Januar bis Mai zwei Rappen und mehr unter Vorjahr. Dies vor allem wegen vertikaler Abzüge für Lieferungen an die Nahrungsmittelindustrie für Exportprodukte. Seit September liegt der A-Preis vier Rappen und mehr über Vorjahr. Im Durchschnitt sind für die Milch im A-Segment 61,69 Rappen bezahlt worden (+0,55 Rp. gegenüber Vorjahr). Für B-Milch ist dank deutlich besserer Erlöse für Magermilchpulver auf dem Weltmarkt das ganze Jahr mehr bezahlt worden als im Vorjahr. Im Durchschnitt hat der Preis für Milch im B-Segment 45,47 Rappen betragen (+4,05 Rappen gegenüber Vorjahr).

Käsereimilch ist stabil

Die Preise für Käsereimilch (Milch aus silofreier Produktion) haben sich auf ähnlichem Niveau bewegt wie im Vorjahr. Franko Käserei erhalten die Produzenten für diese Milch 73,6 Rappen (exkl. Siloverzichtszulage, effektive Liefermengen und Gehalte der SMP-Preismelder, Durchschnitt der zwölf Vormonate, Stand Oktober 2019). Der entsprechende Preis ab Hof beträgt 72,5 Rappen. Die Differenz zur Molkereimilch ist somit etwas zurückgegangen, beträgt aber immer noch beachtliche 15 bis 16 Rappen.

Die Bio-Molkereimilch

Anders als bei der konventionellen Molkereimilch läuft die Preisentwicklung bei der Bio-Molkereimilch. Hier sind die Preise im ersten Halbjahr im Durchschnitt minus 0,3 Rappen unter Vorjahr gelegen. Bis Ende Jahr ist die Differenz zum Vorjahr auf minus 2,3 Rappen angestiegen. Der SPP für Bio-Molkereimilch hat 2019* 81,08 Rappen betragen (−1,04 Rp. gegenüber Vorjahr). Die Differenz zur konventionellen Milch beträgt noch 23,94 Rappen (−1,95 Rp. gegenüber Vorjahr).

Grosse Unterschiede

Im Rahmen des Milchpreismonitorings stellen wir grosse Differenzen innerhalb der verschiedenen Kategorien fest. Für konventionelle Molkereimilch gibt es Milchkäufer, die fünf Rappen mehr und Milchkäufer die über vier Rappen weniger als den Schweizer Durchschnittspreis bezahlt haben.

Bei der Käsereimilch sind die Unterschiede je nach Käsesorte und bei einigen Sorten je nach Käserei noch grösser als bei den Erstmilchkäufern für Molkereimilch. Im Vergleich dazu klein sind die Differenzen im Erstmilchkauf von Bio-Molkereimilch. Hier sind die höchsten und die tiefsten Preise rund zwei Rappen über, respektive unter dem Schweizer Durchschnittspreis gelegen.

*inklusive provisorischer Zahlen Dezember 2019.

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Preisrückgang am globalen Milchmarkt verstärkt sich
21.06.2019
An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) sind die Preise für alle Milcherzeugnisse - mit Ausnahme von Kasein - bei der gestrigen Auktion deutlich gesunken.
Artikel lesen
Der zusammenfassende Index aller sieben gehandelten Produkte gab gegenüber der Versteigerung von Anfang Juni um 3,8 % nach; in den beiden vorherigen Auktionen hatte sich die Preismesszahl aus Sicht der Anbieter bereits um 1,2 % beziehungsweise 3,4 % verschlechtert. Das vergleichbare Vorjahresniveau wird seit Anfang Juni leicht unterschritten. Wertkorrekturen für Milchpulver sorgen für ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!