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«SRF bi de Lüt – Landfrauenküche»: Maya Baer liest Kochbücher wie andere Krimis

Die Zürcher Landfrau Maya Baer ist Bäuerin und Floristin, beides mit vollem Engagement. Bis zur Teilnahme an der «Landfrauenküche» brauchte es jahrelange Überzeugungsarbeit.


Andere Leute lesen im Bett Krimis. Maya Baer liest Kochbücher, «aber diese wie Krimis», sagt die 43-jährige Bäuerin und Floristin aus Rifferswil ZH. Ihre Sammlung füllt längst einen ganzen Schrank. Zu einer Teilnahme an der beliebten SRF-Sendung «Landfrauenküche» wurde Baer schon seit einigen Jahren von Familienmitgliedern und Freundinnen gedrängt: «Jeden Herbst, während der Ausstrahlung der jeweiligen Staffel, hat meine Mutter wieder damit angefangen.» Irgendwann gab Maya Baer nach und meldete sich an. Ehemann Peter war erst nicht so begeistert, «wegen des Servierens.» Wären er, die drei Kinder Andres (15), Sophie (13), Luisa (10) und die Schwiegereltern Vreni (73) und Ruedi (75) nicht voll hinter der Teilnahme gestanden, hätte Baer nicht mitgemacht.

Abends zu viert im Stall 

Peter und Maya Baer bewirtschaften einen 60-Hektaren-Betrieb mit 110 Milchkühen und Jungvieh. Die Milch wird bei Züger in Oberbüren SG zu Mozzarella und Frischkäse verarbeitet. Peter Baer ist auch noch Lohnunternehmer. Den grossen Betrieb bewirtschaften sie ohne Angestellte, aber mit tatkräftiger Unterstützung der Schwiegereltern und einer Aushilfe aus dem Dorf. Abends gehen die beiden Ehepaare zu viert in den Stall, die Männer melken und die Frauen sind für die Boxen zuständig.

Für die Pferdeboxen sind Maya Baer und ihre Schwiegermutter zuständig (Bild Ueli Christoffel/SRF).

Sie sind ein eingespieltes Team, jeder Handgriff sitzt. Auf dem Betrieb ist Maya Baer für den Haushalt, die Pferde und die Umgebung zuständig. «Wenn wir am Silieren oder am Maisen sind, habe ich oft einen ganzen Tisch Männer zu bekochen.»

Maya Baer im grossen Videoporträt

Floristin mit sehr guten Schulnoten

Das Kochen liegt ihr quasi im Blut. Ihre Mutter arbeitete als Köchin in einem Restaurant und ist eine begeisterte Gastgeberin. «Ich war das einzige Mädchen in der Familie und habe es geliebt, mit Mami zu kochen und zu dekorieren», erzählt Maya Baer. Aufgewachsen ist sie auf einem klassischen Milchwirtschaftsbetrieb im Wädenswiler Berg. Vater und Onkel führten den Betrieb gemeinsam, im oberen Stock wohnten die Grosseltern. «Ich fand es toll, so aufzuwachsen. Mein Vater war zu Hause, mein Grosi immer für uns Kinder da und auch meine Gspänli fanden es cool.» Ihr Berufswunsch stand schon früh fest: Floristin.

Maya Baer ist Floristin aus Leidenschaft. In ihrem Atelier auf dem Hof bietet sie auch Kurse an (Bild Ueli Christoffel/SRF).

Ihr Umfeld war davon weniger begeistert. «Ich war sehr gut in der Schule und alle haben auf mich eingeredet, ich solle ans Gymi und zum Beispiel Tierärztin werden.» Das verunsicherte sie zwar, aber sie blieb sich treu. Sie lernte Floristin und nahm später sogar einmal an den Schweizermeisterschaften teil.

Steckbrief

Name: Maya Baer

Alter: 43

Familie: Ehemann Peter (48), Kinder Andres (15), Sophie (13), Luisa (10)

Beruflicher Werdegang: Floristin, Bäuerinnenschule

LN: 60 Hektaren

Tierbestand: 110 Milchkühe und Jungvieh, zwei Pensionspferde, drei eigene Pferde, Katzen, Hühner.

In der Mittagspause nach Hause zum Kochen 

Heute arbeitet sie 20 Prozent in einem Blumenladen in Hünenberg ZG, während der Hauptsaison im Advent 50 Prozent. In der Mittagspause fährt sie nach Hause, um zu kochen. Seit der Schwangerschaft mit ihrem Sohn gibt sie Blumenkurse auf dem Betrieb. Sie hat dafür in der ehemaligen Werkstatt ihres Mannes einen Blumenraum eingerichtet. Sie liebt den Kontakt mit ihren Kursteilnehmerinnen. «Eine Frau hat einmal fast geweint, als sie mit ihrem Adventskranz nach Hause gefahren ist.» Später habe sie angerufen und erzählt, ihr Mann habe ihr nicht geglaubt, dass sie den Kranz selber gemacht habe. «Die Kurse geben mir auch etwas Sackgeld», sagt Maya Baer. Sie habe immer ihr eigenes Geld gehabt. «Eine gewisse Unabhängigkeit ist mir wichtig.» Kennengelernt hat sie ihren Mann über seine Schwester, ebenfalls Floristin. Sie war damals noch anderweitig vergeben, aber als diese Beziehung in die Brüche ging, blieb Peter Baer hartnäckig. Sie sind seit Anfang 20 ein Paar, trennten sich aber in den ersten Jahren noch zweimal, weil er schon Kinder wollte und ihr der Beruf noch wichtiger war. «Rückblickend hat uns das gestärkt. Man muss lernen, miteinander zu reden und für seine Wünsche einzustehen.»

Sechs Fragen an Maya Baer

Das esse ich nicht gerne: Innereien und Meerestiere.

Immer im Kühlschrank habe ich: Joghurt, Käse, Schokolade, Fleisch und Gemüse.

Meine Küchenwunderwaffe ist: Der über 30-jährige Mixer meiner Grossmutter, dem der Elektriker kürzlich noch einmal zu neuem Leben verhelfen konnte. 

Unser Familienritual am Tisch: Immer am Sonntagabend koche ich gross und aufwendig für die ganze Familie, samt schönem Geschirr und Tischdekoration.

Das ist der häufigste Störfaktor beim Kochen: Ich stehe mir oft selbst im Weg, weil ich meistens zu wenig Zeit einrechne.

Das war als Kind mein Lieblingsessen: Bratwurst mit Kartoffelstock. 

Die Kochhilfe ergänzt die hektische Landfrau

Nun fiebert die ganze Familie der Ausstrahlung der «Landfrauenküche» entgegen. Im August drehte das SRF-Team eine Woche lang auf dem Hof. Die Dreharbeiten bleiben Maya Baer in guter Erinnerung, «auch wenn ich die Woche darauf geschlaucht war». Das absolute Highlight war für sie die Zeit mit den anderen Kandidatinnen. «Wir sind alle so unterschiedlich, aber haben schnell gemerkt, dass wir alle über das Gleiche lachen und weinen können.» Eine Herausforderung war es für die Bäuerin, sich für ein Menü zu entscheiden. Sie musste drei Vorschläge einreichen, die endgültige Wahl traf dann SRF.  «Ich habe mir überlegt, was ich selbst gerne esse und was ich auf dem Hof habe», erzählt sie. In ihrem Garten zieht sie gerne spezielle Gemüse, wie farbige Rüebli und geringelte Randen. Dass mit Eveline Villiger erstmals eine Vegetarierin am Tisch sitzt, fand Baer toll.

In der Küche wird Maya von einer langjährigen Freundin unterstützt (Bild Ueli Christoffel/SRF).

Einen grossen Traum hat sie noch: Ein altes Haus selbst renovieren.«Ich esse selbst nicht so viel Fleisch.» Wichtig war auch die Wahl der Kochhilfe. Sie entschied sich für eine langjährige Freundin. «Rita ist eher ruhig, ich hektisch und lebendig. Wir haben uns super ergänzt.»

Modernes Zuhause mit Ballenberg-Traum 

Die Kreativität zieht sich wie ein roter Faden durch Maya Baers Leben. Sie näht und dekoriert gerne und laugt und schleift alte Möbel ab. «Ich mag einfach schöne Dinge», fasst sie zusammen. Einen grossen Traum hat sie noch: Ein altes Haus selbst renovieren.«Am liebsten würde ich im Ballenberg wohnen! Und dabei haben wir hier einen so modernen Betrieb», sagt sie scherzhaft. 

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02.10.2020
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«Manchmal ist kochen mühsam», sagt Eveline Villiger. Sie lacht dazu, denn eigentlich kocht sie gerne. Aber im Alltag ist die Küche nur eines von verschiedenen Arbeitsfeldern, zwischen denen sie jongliert. Und da muss es manchmal schnell gehen. Die 44-Jährige führt in Auw im Aargauischen Freiamt einen Landwirtschaftsbetrieb und die Haushaltung ihrer Familie. Trotz viel Arbeit eine gute ...
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