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Matthias Sempach bremst Armon Orlik aus

Der erste Tag am Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer-le-Lac serviert den Bernern lange Gesichter. Erst nach dem vierten Gang atmen sie wieder auf. Ein erster Zwischenstand nach vier Gängen - und zwei kurze Gespräche: Die beiden schwingenden Landwirte Thomas Zaugg und Thomas Sempach ziehen Bilanz über ihren ersten Tag.


Publiziert: 27.08.2016 / 19:49

So wie die Berner Schwinger am Morgen in die Arena einmarschierten, zeigte sich das Publikum in etwa auf der Berner Tribüne nach dem zweiten Gang. Man spürte Unsicherheit. Die Favoriten wie Matthias Sempach, Christian Stucki oder auch der grosse Liebling Kilian Wenger zeigten mit verlorenen oder gestellten Gängen einen harzigen Start. So wurden die Gesichter vor dem Mittagessen beim gross gehandelten Favoriten, dem Berner Verband, eher lang.
Von einem sprachen alle, die von der Tribüne traten, gleichgültig von welcher. Vom Bündner Armon Orlik. Der 21-Jährige kam nicht als Geheimfavorit nach Estavayer-le-Lac. Mit sechs gewonnenen Kranzfesten kann er das beste Resultat der Saison vorweisen. Und mit seinem Einstieg am Eidgenössischen bestätigte er seine Topform.

Noch ist nichts entschieden

Am Nachmittag meldeten sich die Berner allerdings wieder zurück. Gerade Orlik liessen sie das spüren. Mit einer gewohnt dominanten Machtdemonstration fegte ihn der Schwingerkönig 2013, Matthis Sempach, vom Platz. Das mischte die Zwischenrangliste nach dem vierten Gang, am Ende des ersten Tages entsprechend auf.

Noch ist nichts entschieden, auch wenn die Berner nach dem zweiten Gang bereits davon sprachen, dass der Siegermuni Mazot de Cremo wohl ins Bündnerland zu Orlik laufen müsse.

Emmentaler auf dem Heimweg

Die beiden Spitzenschwinger und Landwirte Thomas Sempach, Heimenschwand BE, und Thomas Zaugg, Schangnau BE, gaben der BauernZeitung nach ihren vierten Gängen auf dem Heimweg ins Emmental Auskunft.

«Jetzt brauche ich ein kühles Plätzli», sagt Thomas Sempach am Telefon. Er hört sich nicht erschöpft an, dennoch wirkt er erleichtert, sich auf den Heimweg begeben zu können. In der Arena sei es extrem heiss geworden. Das spürten auch die Zuschauer, die mehrfach aufgefordert wurden, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sempach erzählt, dass er sich nach den Gängen immer wieder rasch ins Betreuerzelt begeben habe, wo gute Bedingungen herrschten, wie er sagt. Er bestätigt, dass nicht nur auf der Tribüne, sondern auch bei den Schwingern nach den ersten Gängen wenig Freude herrschte. Sempach weist auf dem Notenblatt zwei gewonnene und zwei gestellte Gänge aus. (Gewonnen gegen Martin Zimmermann und Vincent Roch, gestellt gegen Bruno Gisler und Arnold Forrer). Mit 37.25 kommt der beliebte Emmentaler auf den siebten Zwischenrang.

Giger nimmt Zaugg

Auf diesem Rang landet nach dem ersten Tag auch Thomas Zaugg. Ihm wurde im ersten Gang mit Samuel Giger eine harte Aufgabe gestellt. Der 18-jährige Thurgauer, der gerade mal halb so alt ist wie Zaugg, schaut trotz Verletzungen auf eine gute Saison zurück. Giger nahm den «alten Hasen» mit einem wuchtigen Kurz. (Gewonnen hat Zaugg gegen Martin Koller und René Suppiger, gestellt gegen Marcel Bieri.) Gerade den gestellten Gang bezeichnet Zaugg auf Anfrage der BauernZeitung als unbefriedigend. «Den hätte ich nehmen müssen», meint er. Dennoch zeigt sich der Emmentaler zuversichtlich. «Es beginnt morgen nicht bei null, aber es gibt sowieso für alle nur eines: Vollgas!» Es werde hart und anstrengend, weiss Zaugg, «aber es ist möglich», ergänzt er mit dem klaren Ziel vor Augen, den Kranz zu holen.

Während Thomas Sempach nach einer grossen Portion Teigwaren möglichst rasch das Bett aufsuchen will, um sich gut zu erholen, plant Thomas Zaugg sich noch mit einer Massage in Schangnau zu erholen. Morgen ist mit den beiden beliebten Landwirten wieder zu rechnen. Und ebenso mit ihren Fans, die auf dem 90 ha umfassenden Festgelände den Abend geniessen werden. 

Simone Barth

 

 

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