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Letztjährige Trockenheit hatte Auswirkungen auf die Futterqualität

Die anhaltende Trockenheit im Sommer 2018 war für viele Landwirte eine grosse Herausforderung. Trotz des oft tieferen Ertrags waren die Rohproteingehalte im Grundfutter bedeutend höher.


von Karin Zweifel, Selina Boss, Hubert Hartmann, Silvan Schläfli, BauZ
Publiziert: 14.04.2019 / 08:22

Die Raufutterproben, die letzten Herbst gemacht wurden, warteten mit einer Überraschung auf: Das Grundfutter hatte deutlich höhere Rohproteingehalte als in anderen Jahren. 

Der Grund dafür ist beim Wetter zu suchen. Wegen den fehlenden Niederschlägen im letzten Frühling und Sommer gab es wenig Nitrat-Auswaschungen. Als Folge stand mehr Stickstoff für das Wachstum der Pflanzen zur Verfügung. So konnten die Pflanzen viel mehr Stickstoff aufnehmen, als im Vergleich mit einem normalen Jahr, und damit mehr Rohproteine bilden. Das birgt Risiken.

Zum Text

Dieser Text stammt aus der Feder von Lernenden der Höhere Fachschule für Agrarwirtschaft des Strickhofs. Die BauernZeitung unterrichtete sie anfangs 2019 in Medienkunde. Statt einer Schlussprüfung wurde ein Text zu einem selbst gewählten Thema verfasst. 

Tiergesundheit beobachten

Ein höhere Rohproteingehalt im Futter, besonders wenn die Ration nicht ausgeglichen ist (siehe Zusatzbox), ist für die Tiergesundheit nicht vorteilhaft. Das «überflüssige» Rohprotein wird als Harnstoff über die Leber ausgeschieden. Dies zeigt sich durch höhere Harnstoffwerte bei der Milchprobe. Eine solche Ausscheidung belastet die Leber, was bei anfälligen Tieren zu Acetose führen kann.

Diese höheren Rohproteingehalte im Grundfutter weckten aber auch Hoffnungen. Man erwartete höhere Milchleistungen. Die ersten Erkenntnisse im Spätherbst zeigten aber, dass die Milchkühe nicht proportional mehr Milch gaben.

Schnellverfügbare Proteine fehlen

Die Winterfütterung 2018/2019 musste aufgrund der tiefen Raufuttererträge  auf vielen Betrieben optimiert worden. Dies war nötig, denn die Futterknappheit erfordert eine möglichst effiziente Verwendung vom betriebseigenen Grundfutter. Die höheren Rohproteingehalte und die allgemein gute Futterqualität schienen optimal. Den höheren Gehalten im Grundfutter entsprechend, sollte das Milchproduktionspotential ebenfalls höher sein. Denn es war anzunehmen, dass mit einer gehaltvolleren Ration doch eine höhere Milchleistung erzielt werden kann. Die genauere Untersuchung im Grundfutter von verschiedenen Betrieben haben aber gezeigt, dass das schnellverfügbare Protein im Wiesenfutter fehlte.

Ration ausgleichen

Damit der Wiederkäuer eine möglichst ideale Futterration hat und somit auch am effizientesten Milch produzieren kann, müssen die Energie und das Eiweiss immer ausgewogen und gleichmässig im Pansen verfügbar sein. Das heisst, nach der Futteraufnahme muss der Milchkuh über einen möglichst langen Zeitraum immer gleichmässig Protein und Energie zur Verfügung stehen. Das Verhältnis zwischen langsam, mittel und schnell abbaubarem Protein muss dementsprechend in das ideale Verhältnis gebracht werden, damit die höheren Rohproteingehalte im Grundfutter genutzt werden können.

Um die höheren Rohproteingehalte also auszunutzen, muss die Futterration mit einem schnellverfügbaren Protein ergänzt werden. Hierfür bieten sich Rapsextraktionsschrot oder Futterharnstoff an. Zu beachten ist, dass für Bio-, IP-Suisse- und Käsereimilch-Betriebe der Einsatz von Futterharnstoff nicht erlaubt ist. Die Verfügbarkeit von schnell, mittel und langsam verfügbarer Energie muss ebenfalls untersucht und gegebenenfalls ergänzt werden.

Orange Nitrosegase

Die übermässige Aufnahme von Nitrat führte bei der Silageherstellung zu einer vermehrten Bildung von Nitrosegasen. Bei der Öffnung von den Silos im Herbst konnte oft das Austreten dieser orangen Nitrosegase festgestellt werden. Das orange und hochgiftige Nitrosegas entsteht bei der Vergärung vom Futter im Silo. Beim Öffnen  der Silos ist Vorsicht geboten.

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