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Lebensmittel werden am Weltmarkt billiger

Die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel sind im August zum dritten Mal in Folge gesunken. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mitteilt, gab der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber Juli um 1,1 % auf 169,8 Punkte nach.


Allerdings wurde damit das Vorjahresniveau noch um 1,1% übertroffen, heisst es weiter. Zurückzuführen ist die jüngste Entwicklung der Organisation zufolge auf den Rückgang der Preise für Getreide und Zucker.

Zuckerexporte drücken Preis

Der Getreideindex verringerte sich im Berichtsmonat um 6,4% auf 157,6 Punkte. Als Grund wurde die Verbilligung von Weizen und Mais angeführt, insbesondere als Folge des umfangreichen Exportangebots am Weltmarkt beziehungsweise der deutlich verbesserten Ernteaussichten in den USA. Bei Zucker ging der Subindex um 4% auf 174,8 Punkte zurück. Laut FAO sorgte dafür unter anderem die Abwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar, was die Zuckerexporte des südamerikanischen Landes ankurbeln dürfte. Ausserdem drückten die voraussichtlich umfangreicheren Zuckerausfuhren Indiens und Mexikos auf den Weltmarktpreis.

Dagegen verteuerten sich zum zweiten Mal in Folge die internationalen Notierungen für Pflanzenöle; der Subindex legte nach den Berechnungen der Experten in Rom gegenüber dem Vormonat um 7,5% auf ein Elfmonatshoch von 133,9 Punkten zu. Massgeblich dafür seien höhere Preise für Palm-, Soja- und Rapsöl gewesen.

Afrikanische Schweinepest in China

Indes konnte sich der Index für Milchprodukte mit einem Plus gegenüber dem Vormonat um 0,5% auf dem Niveau von 194,5 Punkten stabilisieren. Dabei hätten sich die zugrundeliegenden Produkte bis auf Butter im Zuge einer höheren Importnachfrage für vordere Ware verteuert, berichtete die FAO. Seit Jahresbeginn im Aufwind ist der Index für die globalen Fleischpreise, der im August gegenüber dem Vormonat um 0,5% auf 179,8 Punkte zulegte. Vor allem die Notierungen für Schweinefleisch zogen an, und zwar als Folge der umfangreichen Importnachfrage Chinas, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) die Produktion weiter stark beeinträchtigt.

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