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Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Preis für klimabewusste Baukultur in den Alpen

Die Jury des Architekturpreises «Constructive Alps» ist voll des Lobes für das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez (Kanton St. Gallen). Überzeugt hat sie der elegante Bau aus Schweizer Holz und der zurückhaltende Einsatz von Technik.


Den Begriff Low-Tech, der Verzicht auf die grösst mögliche Automatisierung oder Technisierung, bringt man nicht als erstes mit Anstrengungen zum Klimaschutz zusammen. Im Gegenteil, High-Tech wie etwa Smart-Farming-Methoden wird in dieser Hinsicht gerade in der Landwirtschaft ein grosses Potenzial zugeschrieben. Im Fall des Landwirtschaftlichen Zentrums fand man eine gute Balance zwischen Automatisierung und manueller Steuerung, was dem «klimavernünftigen» Bau zum Gewinn des erstes Preises von Constructive Alps 2020 verhalf. 

Manuelle Steuerung im Holzbau

Das Zentrum ist ein langgestreckter, niedriger Holzbau, der sich in die Landschaft vor den hohen Bergen in Salez einfügt. Es sei ein Haus, das nicht beliebig in der Welt herumgeschoben werden könne, wird es im Magazin «Hochparterre» beschrieben. Das Holz komme aus der Region, bei der Haustechnik liegt die Steuerung zu einem grossen Teil in Menschenhand: Lüftung, Heizung und Licht werden manuell bedient. Statt Storen gibt es Schiebeläden. 

Die Klappen an der Fassade können vom Hand geöffnet werden, um frische Luft ins Gebäude zu lassen. (Bild Seraina Wirz)

Bäume kühlen und spenden Schatten, vorgelagerte Lauben dienen als Fassaden- und Sonnenschutz. «Alltagsintelligenz» zeichnet diese Bauweise aus, wie die Jury des Architekturpreises zusammenfasst. Der Neubau des LZ, der 2019 fertiggestellt worden ist, hat 30 Millionen Franken gekostet. 

Ein Appell an Schüler und Besucher

Das bewusst nachhaltig gestaltete Gebäude, das sich mit eigenem Solarstrom zur Hälfte selbst versorgt, sei auch ein Zeichen an die Bäuerinnen und Bauern, die sich dort ausbilden lassen: Man habe einen für die Klimazukunft vorbildlichen Bau erstellt und erwarte nun, dass auch sie klimavernünftiger werden. Im «Hochparterre» schwingt Kritik mit, wenn das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez als Leuchtturm der Melancholie bezeichnet wird. Es stehe in einer Gegend, die auf billiges Erdöl ausgerichtet sei, und werde von Menschen besucht, die mit Vierrad-getrieben Autos anfahren. Den Eindruck der klimavernünftigen Konstruktion würden sie aber mit nach Hause auf ihre Betriebe nehmen, so die Hoffnung. 

Preise für eine Montagehalle und ein Gasthaus

Den mit 50'000 Euro dotierten Architekturpreis teilt sich das LZ Salez mit der Montagehalle der Zimmerei und Tischlerei Kaufmann im vorarlbergischen Reuthe und dem Gasthaus Ortstockhaus in Braunwald. Ersteres besteht aus Betonstützen und einem Fachwerk aus Baubuchenholz, beim letzteren handelt es sich um denkmalgeschütztes Gebäude von 1931. Es wurde sorgsam renoviert und gilt als Muster für den nachhaltigen Tourismus. 

Die Montagehalle wirke wie eine Stube, in der Die Arbeiter, die Computer und die Maschinen fräsen, nageln und fügen, findet die Jury. (Bild Adolf Bereuter)

Mit der Renovation des Berggasthaus Ortstockhaus habe man den Ausblick auf die Berge innen wie aussen neu inszenieren können. (Bild Hannes Henz)

Für Klimaschutz und Bergregionen

Constructive Alps 2020 ist ein Beitrag der Schweiz und Liechtensteins zur Umsetzung der Alpenkonvention und deren Klimaaktionsplan. Die Alpenkonvention ist weltweit das erste völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen für die nachhaltige Entwicklung einer Bergregion. Die acht Alpenstaaten und die Europäische Union haben gemeinsam einen Klimaaktionsplan verabschiedet, durch dessen Umsetzung die Alpen zur Modellregion für Klimaschutz und -anpassung werden sollen. Die Schweiz übernimmt für die Jahre 2021 und 2022 den Vorsitz der Alpenkonvention. Während des Vorsitzes sollen die Themen Klima, nachhaltige Mobilität, die Politik der Verkehrsverlagerung und Alpenstädte in den Vordergrund gerückt und die Zusammenarbeit im Alpenraum verstärkt werden.

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