Zur Anschauung hatten Susanne Hunziker und ihre Mitarbeiterin Tamara Faes denn einige Gestecke mitgebracht. Die grüne Steckmasse ist Standard, aber sie lässt sich durch Alternativen ersetzen, die nicht erst gekauft, in Form geschnitten und im Wasser eingelegt werden müssen: Sand, Kies oder Granulat werden ins Gefäss gefüllt. Darüber lässt sich ein Drahtgeflecht stülpen, das die Blumenstängel an ihrem Platz hält; denselben Dienst leisten Fäden, zum Beispiel Bast- oder Kokosschnüre, die netzartig um das Gefäss gewickelt werden. Oder Äste: in den Worten von Susanne Hunziker das Natürlichste und Schönste. "Mit ihnen bringt man jede Form hin, und es hält", nannte sie weitere Vorteile dieses Materials.
"Arbeitet mit der Natur, nicht gegen sie. Versucht nicht, die Pflanzen und Äste in eine andere Richtung zu biegen, als sie gewachsen sind, sondern betont ihre Form", erinnerte Susanne Hunziker die Kursteilnehmerinnen an einen Grundsatz, der nicht nur in der Floristik gilt. Es lohnt sich also, einen Moment durchzuatmen und hinzuschauen. Wer die Eigenheiten einer Pflanze erkennt und auf diese Weise ihre Schönheit in Szene setzt, wird die grösste Wirkung erzielen.
Ruth Aerni
Ausführlicher Bericht mit Tipps der Fachfrau in der BauernZeitung vom 20. Mai.