Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Kopf eines Eiszeit-Wolfs in Sibirien gefunden

Wissenschaftler haben in Sibirien einen vollständig erhalten gebliebenen Kopf eines Wolfs aus der Eiszeit sichergestellt und untersucht. Der Fund sei etwa 32'000 Jahre alt, teilte die Akademie der Wissenschaften von Jakutien im Nordosten Russlands mit.


von sda
Publiziert: 14.06.2019 / 19:02

"Dies ist der weltweit einzige vollständig erhalten gebliebene Kopf eines pleistozänen Wolfs samt Weichgewebe, Zähnen und Gehirn." Der Fund sei von grossem Interesse für die Wissenschaft, sagte Paläontologe Albert Protopopow. "Wir vergleichen ihn mit modernen Wölfen, um zu verstehen, wie sich die Art entwickelt hat, und um ihr Aussehen zu rekonstruieren." Die DNA des Tieres werde nun mit Experten aus Schweden untersucht. Der Kopf sei etwa 40 Zentimeter lang und damit deutlich grösser als der von heute lebenden Wölfe.

Todesursache unklar

Ein Bewohner der Region hatte den mit dichtem Haar bedeckten Schädel im Sommer vergangenen Jahres am Ufer des Flusses Tirechtjach gefunden. Er sei deshalb so gut erhalten geblieben, weil er im Permafrostboden vor Verwesung geschützt gewesen sei. Russische und japanische Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Eiszeit-Wolf im Alter von zwei bis vier Jahren starb - woran genau, war zunächst unklar. Die Forscher wollen auch untersuchen, ob der Kopf im Eis abgetrennt wurde oder möglicherweise mit einer Axt.

In Sibirien werden immer wieder sensationelle Funde gemacht. Wegen der Erderwärmung schmilzt der Permafrost in Teilen Russlands und gibt gut erhaltene Fossilien frei, vor allem von Mammuts. 2013 wurden Überreste eines ausgestorbenen Elefanten mit Muskelgewebe und Blut gefunden. Nicht weit entfernt vom Eiszeit-Wolf sei auch ein Jungtier eines Höhlenlöwen entdeckt worden, teilte die Akademie mit.

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
200 Jahre Jagd auf den Wolf
Forschende der Universität Lausanne haben die DNA von 150 Wölfen aus europäischen Museen sequenziert. Ziel war es zu erfahren, was der Schwund im Wolfbestand in den vergangenen zwei Jahrhunderten auf genetischer Ebene für Konsequenzen hatte.
Artikel lesen
Einst das am weitesten verbreitete Säugetier der Erde, wurde der Wolf in vielen seiner ursprünglichen Territorien ausgerottet. So auch in den Schweizer Alpen, wo die letzten Exemplare vor Ende des 19. Jahrhunderts getötet wurden. Erst vor rund zwanzig Jahren wanderte der Wolf vielbeachtet von Italien her wieder in die Schweiz ein. Um die Folgen dieses extremen Schwunds auf die Genetik der Wölfe ...
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!