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Komitee von ETH-Agronominnen und Agronomen wirbt für 3x Ja am 13. Juni

Für das Komitee ist ein Ja zur Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative wie auch zum CO2-Gesetz der erste Schritt, um den Willen zu Pioniertaten wieder anzukurbeln.


Vier Indikatoren würden zeigen, dass die 100 Milliarden Steuergelder, die seit dem Anfang der landwirtschaftlichen Ökologisierung vor 30 Jahren in den Agrarsektor flossen, ihre Ziele nicht erreicht haben. Dieser Meinung ist ein Komitee aus ETH-Agronominnen und -Agronomen um den Schweizer Auswanderer Ruedi Baumann (siehe Kasten).

PSM, Antibiotika, Biodiversität und Food Waste

In einer Mitteilung werden folgende Indikatoren genannt:

Trinkwasserqualität: Diese werde wegen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) und Düngern zunehmend zum Problem. 

Antibiotikaresistente Keime: Sie seien eine Gefahr für das Gesundheitswesen und hätten ihren Ursprung «zu einem guten Teil» in der «Massentierhaltung von überzüchteten Schweinen und Hühnern Epidemien lauern, gegen die vorsorglich oder akut Medikamente eingesetzt werden.»

Biodiversität: Es fehle an Naturflächen, die landwirtschaftliche Produktion werde intensiviert und die Vielfalt von Wildtieren und -pflanzen schwinde. 

Abfall: Wertvolle Agrarrohstoffe landeten massenhaft im Abfall. « Mit Subventionen produziert, mit Steuergeldern liquidiert», so das Fazit des Komitees. 

Gegen die «Extremismus-Propaganda» des SBV

Nun müsse der Wille für Pioniertaten wieder angekurbelt werden, um gegen die drohende Klimakatastrophe anzukämpfen, weil der Öko-Motor stottere und die heile Welt der Plakate immer weiter vom messbaren Zustand von Boden und Gewässern entferne, heisst es weiter.

Daher unterstütze man den Abstimmungskampf für die beiden Pflanzenschutz-Initiativen und stelle sich gegen die vom Schweizer Bauernverband geführte «Extremismus-Propaganda». Ebenso entschlossen engagieren sich die ETH-Agronominnen und -Agronomen laut Mitteilung für eine Annahme des CO2-Gesetzes. 

Bekannter Politiker, Auswanderer und Blogger

Das Komitee ins Leben gerufen hat der Biobauer Ruedi Baumann, der seit 2006 einen Auswandererblog führt. Er ist vor mehr als 20 Jahren aus der Schweiz nach Frankreich ausgewandert und führt einen mittelgrossen Betrieb. (Bild auswandererblog.ch)

Die meisten wollen nicht genannt werden

Laut dem Blogeintrag «Mäpplinbauern» hat Baumann Ende Mai zusammen mit Freunden etliche Agronomen, Studienkollegen, Landwirtschaftslehrer usw. angeschrieben und sie gefragt, ob sie Mitglied in einem 3x-Ja-Komitee werden würden. Das Ergebnis der ersten rund 100 Sendungen schockierte den Auswanderer, denn ein Grossteil der Angefragten seien zwar sowohl für die Trinkwasser-, als auch die Pestizidverbots-Initiative und das CO2-Gesetz, wollten aber unter keinen Umständen namentlich erwähnt werden. Dies aus Rücksicht auf das agrarpolitische Umfeld. 

Die Betreuung des Schweizer Agronomenkomitees übernehme Herbert Karch, langjähriger Geschäftsführer und ehemaliges Mitglied des Vorstands der Kleinbauern-Vereinigung, schreibt Ruedi Baumann auf Anfrage der BauernZeitung.

«Absurder Vorwurf«

Den Vorwurf, als nicht direkt betroffener Biobauer in Frankreich solle er sich nicht zu Schweizer Agrarpolitikthemen äussern, bezeichnet Baumann als absurd. «Das wäre etwa das Gleiche, wie wenn verlangt würde, in der Schweiz dürften nur konventionelle Bauern abstimmen, weil nur sie betroffen seien», findet er. Als ehemaliger Nationalrat und Grünen-Präsident werde er von in- und ausländischen Medien immer wieder zu agrarpolitischen Themen befragt. Auch sein Blog befasst sich stark mit dem Geschehen in der Schweizer Agrarpolitik. 

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