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Klöckner will Studienergebnisse zum Insektenschwund "sehr genau" prüfen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat eine „sehr genaue“ Prüfung der Ergebnisse der Studie der Technischen Universität München (TUM) zugesichert.


von AgE
Publiziert: 31.10.2019 / 10:21

Darin hatten die Forscher festgestellt, dass der Insektenrückgang offenbar weitreichender ist als vermutet. Auch werde man schauen, so Klöckner, welche Insektenpopulationen rückläufig sein sollen. Die Land- und Forstwirtschaft seien auf Ökosystemleistungen der Insekten angewiesen. Die Ursachen des Insektenrückgangs seien vielfältig und komplex. Sie beträfen aber bei weitem nicht nur die Landwirtschaft, betonte die CDU-Politikerin.

Zum Artikel: Insektenschwund ist weitreichender als gedacht

Ein Drittel weniger Insektenarten in nur zehn Jahren: das zeigt eine Studie mit Beteiligung der WSL und Universität Bern. Betroffen sind demnach vor allem Wiesen in landwirtschaftlich stark genutzter Umgebung, aber auch Wälder und Schutzgebiete. Zum Artikel

Nicht nur die Landwirtschaft trägt Verantwortung

Klöckner stellte klar, dass es ebenso um die Siedlungsentwicklung, um Lichtverschmutzung in den Städten, die Versiegelung von Flächen, zugepflasterte Gärten vor Haustüren sowie den Verkehr und die Verkehrsinfrastruktur gehe. „Da müssen wir alle ran“, hob die Ministerin hervor. Erstaunt zeigte sie sich über den Insektenrückgang im Wald, zumal die ökologischen Daten für die Biodiversität in den deutschen Wäldern von Inventur zu Inventur besser geworden seien.

Trendwende im Artenschutz 

Die Grünen-Sprecherin für Naturschutzpolitik, Steffi Lemke, bezeichnete die Forschungsergebnisse als „dramatisch“. Sie forderte die Bundesregierung auf, eine Trendwende im Artenschutz einzuleiten.

Für den Vorstandsvorsitzenden des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, ist klar, dass die Art und Weise der Landnutzung eine entscheidende Rolle für die Lebenswelt spiele, auch wenn es nach Aussage der Forscher schwierig bleibe, die Ursachen für das Artensterben unmittelbar zuzuordnen. Es gehe nun nicht um Schuldzuweisung an Bauern, sondern darum, auch in der Landwirtschaft Wege zu finden, naturverträglich zu wirtschaften.

"Aktionsprogramm Insektenschutz reicht nicht aus"

Aus Sicht der Abteilungsleiterin Biodiversität beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Silvia Bender, reicht das von der Bundesregierung vorgelegte Aktionsprogramm Insektenschutz nicht aus, um eine Trendumkehr beim Insektenschutz einzuleiten und „die weitere Ausrottung zu verhindern“. Sie forderte, die Fördermittel der EU-Agrarpolitik an die landwirtschaftlichen Betriebe zu geben, die mehr für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz des Klimas täten.

Der Greenpeace-Waldexperte Christoph Thies wertete die Ergebnisse der Studie als „alarmierend“. Die Tiere verschwänden massenhaft aus den Wäldern. Das sei die Folge einer Agrar- und Waldpolitik, die seit Jahrzehnten wirtschaftliche Interessen vor den Natur- und Artenschutz stelle. Thies forderte Klöckner auf, sich „endlich zu einem wirkungsvollen Waldschutz“ zu bekennen. 

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Insektenschwund ist weitreichender als gedacht
31.10.2019
Ein Drittel weniger Insektenarten in nur zehn Jahren: das zeigt eine Studie mit Beteiligung der WSL und Universität Bern. Betroffen sind demnach vor allem Wiesen in landwirtschaftlich stark genutzter Umgebung, aber auch Wälder und Schutzgebiete.
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