Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Klimawandel: Globale Temperatur nächstens über 1,5 Grad höher

Die globale Durchschnittstemperatur könnte schon in einem der kommenden Jahre mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Das berichtete die Weltwetterorganisation (WMO). Die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Jahre im Zeitraum 2020 bis 2024 diesen Wert erreicht, liege bei 20 Prozent.


Dass die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum mindestens in einem Monat mehr als 1,5 Grad über vorindustriellem Niveau liegt, dürfte demnach sogar zu 70 Prozent der Fall sein. Eine besonders drastische Prognose geben die Experten für die Arktis ab. Die Region dürfte sich schon heuer um mehr als das Doppelte des globalen Mittelwerts erwärmt haben.

Paris fordert unter 2 Grad bis 2100

In diesem und jedem der nächsten vier Jahre werde die globale Durchschnittstemperatur mindestens ein Grad höher liegen als im vorindustriellen Zeitalter, heisst es in dem Bericht. Damit ist der Zeitraum 1850-1900 gemeint. Schon die Fünf-Jahres-Periode von 2015 bis 2019 war die bisher wärmste. Im Pariser Klimaabkommen hatten sich die Länder darauf geeinigt, die globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert unter zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und sich um ein Limit von 1,5 Grad zu bemühen.

Die Schweiz erwärmt sich schneller

Während die Erwärmung im globalen Durchschnitt in den letzten 150 Jahren 0,9 Grad betrug, stieg die bodennahe Lufttemperatur in der Schweiz laut dem National Centre for Climate Services NCCS im selben Zeitrum um etwa 2 Grad. Dabei gab es räumlich kaum Unterschiede, die ganze Schweiz scheint sich gleichmässig erwärmt zu haben:

Die Jahresmittel-Temperatur (hier dargestellt in Grad pro 10 Jahre) ist in der Schweiz in den letzten 150 Jahren um rund 2°C angestiegen, wobei die Zunahme südlich der Alpen etwas weniger stark war als im Norden. (Grafik Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie

Ein Plus von 2 bis 4 Grad

Gemäss dem NCCS geht man je nach Jahreszeit von einer zusätzlichen Erwärmung um etwa 0,5 bis 2,5 Grad in der Schweiz gegenüber dem globalen Durchschnitt aus. Insgesamt würde das – bei Einhaltung des Pariser Abkommens – einen Temperaturanstieg von 2 bis 4 Grad gegenüber vorindustrieller Zeit bedeuten.  

Umgehendes Handeln wäre nötig

Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, müssten die Unterzeichnerstaaten «umgehend den bislang steigenden Ausstoss von Treibhausgasen umgehend senken und in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts praktisch vollständig stoppen», schreibt das NCCS in den Klimaszenarien CH2018.  

Keine Ausreden wegen der Corona-Pandemie

Bei den Berechnungen unter Federführung des britischen Wetterdienstes Met Office wurden natürliche Klimavariationen und menschlicher Einfluss berücksichtigt, wie die WMO berichtet. Nicht eingeflossen sind mögliche Rückgänge der Treibhausgasemissionen durch den weltweiten Wirtschaftseinbruch in Folge der Coronavirus-Pandemie.

«Wegen der Langlebigkeit von CO2 in der Atmosphäre geht man nicht davon aus, dass durch einen Rückgang der Emissionen in diesem Jahr die CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die zu der Erwärmung führt, abnimmt», sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Die Pandemie dürfe keine Ausrede sein, um den Klimawandel nicht mit koordinierten und nachhaltigen Massnahmen zu bekämpfen.

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Neues Dossier beim Lid: Klima und Klimawandel
02.07.2020
Der landwirtschaftliche Informationsdienst Lid widmet sein 500. Dossier dem Klimawandel. Darin finden Sie kompakt viele wichtige Informationen zur aktuellen Lage, der unliebsamen Schuldfrage und möglichen Lösungen.
Artikel lesen
Der Klimawandel ist ein grosses und wichtiges Thema. Und eines, von dem man meist schon zur Genüge gehört hat. Dieses Gefühl überkommt einem schnell, angesichts der häufigen Schlagzeilen, Ermahnungen und Demonstrationen. Trotzdem kommt man nicht darum herum, sich mit dem Klimawandel auseinander zu setzen. Unwissenheit hilft in dieser Sache besonders wenig.  Wissen kompakt zusammengestellt Dabei ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns