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Klimawandel führt in der Schweiz zu mehr Stinkwanzen-Plagen

Die aus Ostasien importierte Marmorierte Baumwanze hat sich seit 2017 explosionsartig in der Schweiz ausgebreitet und macht dabei Ernten in Millionenhöhe zunichte. Sollte die Klimaerwärmung voranschreiten wie bisher, dürfte sich die Lage verschärfen.


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Die in Europa invasive Baumwanze - im Volksmund auch Stinkwanze genannt - befällt eine Vielzahl von Obst- und Gemüsekulturen. Unter den heutigen klimatischen Bedingungen rechnen Experten nicht damit, dass das Insekt in höhere Lagen vordringen wird. Doch Klimasimulationen von Wissenschaftlern um Sibylle Stöckli vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) zeigen: Die Erwärmung lockt Stinkwanzen in höhere Gefilde.

Es muss mit Ernteausfällen gerechnet werden

Das Team rechnet auch damit, dass die Marmorierte Baumwanze im Zuge des Klimawandels mehr Generationen als heute im Jahr ausbilden wird. Ausserdem wird sie im Frühjahr wohl früher und im Herbst länger ihr Unwesen treiben. Künftig sei in der Schweiz daher mit grösseren Ernteausfällen zu rechnen, schreiben die Forschenden im Fachmagazin «International Journal of Biometeorology».

Natürlicher Gegenspieler der Stinkwanze

Die 12 bis 17 Millimeter grossen Baumwanzen befallen über 200 verschiedene Wirtspflanzen. In China hält sich der Schaden dank der ebenfalls aus Asien stammenden Samuraiwespe in Grenzen.

Deshalb startete die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope diesen Sommer den ersten Freisetzungsversuch mit Samuraiwespen. Dieser natürliche Gegenspieler parasitiert die Eier der Wanze und frisst diese von innen auf.

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Agroscope lässt Samuraiwespen gegen die Marmorierte Baumwanze frei
27.07.2020
Die Marmorierte Baumwanze verursacht in der Schweiz beachtliche Schäden im Obst- und Gemüsebau. Die Agroscope testet nun, ob ein natürlicher Gegenspieler – die Samuraiwespe – gegen die Plage helfen könnte. Heute wurden dafür Samuraiwespen auf einer Birnenparzelle im Kanton Zürich freigesetzt.
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Die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde 2004 zum ersten Mal in der Schweiz entdeckt. Seither hat sie sich zu einem bedeutenden Schädling in der Landwirtschaft entwickelt. Der kleine Plagegeist sorgte in Birnen letztes Jahr laut Schätzungen des Schweizer Obstverbands für Ausfälle von über drei Millionen Franken. Auch im Gemüsebau entstanden Schäden ...
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