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Klimaschutz: «Höchste Zeit zu retten, was noch zu retten ist»

Biobauer Markus Lehmann unterstützt die Klima-Bewegung, auch wenn er selbst nicht demonstriert.


Publiziert: 27.09.2019 / 11:51

«Wer heute noch den Klimawandel leugnet, ist schon fast ein Verschwörungstheoretiker», findet Markus Lehmann aus Rüdtligen BE. Auf dem Land des Biobauers entstand das Titelbild des «Klimablatts», der Informationsbroschüre des Klimastreiks, die derzeit per Post und auf der Strasse verteilt wird. Die Zusammenarbeit mit der Klimabewegung entstand durch eine Bekanntschaft im Dorf.

Nationale Demo am Samstag

Am kommenden Samstag, dem 28. September ruft die Klimastreik-Bewegung zur Nationalen Klimademo des Wandels nach Bern. 

Bemühungen von allen nötig

Entgegen dem gängigen Vorurteil habe er nicht den Eindruck gehabt, den Aktivisten gehe es ums Schulschwänzen. «Sie vertreten ein berechtigtes Anliegen. Es ist höchste Zeit zu retten, was noch zu retten ist.»

Die Rolle der Landwirtschaft in der Klimadiskussion ist seiner Meinung nach vielschichtig. «Es braucht von allen Seiten, von Bio- und Nichtbiolandwirten Bemühungen, den Treibhausgasausstoss zu reduzieren», so Lehmann.

Bürger sollen mitbestimmen

Die Schweiz brauche eine Landwirtschaft, in der die Konsumenten mitreden können. Sie müssten aber Schweizer Produkte kaufen. «Dadurch stiege der Selbstversorgungsgrad und es gäbe kürzere Transportwege», erklärt der Biobauer. Importe seien auch sozial nicht nachhaltig. Wenn man Kartoffeln aus Ägypten kaufe, hätte sie jemand dort vielleicht dringender gebraucht.

Selbst kein Demonstrant

An die Demonstrationen gehe er nicht. Die Streiks an sich sind für ihn eher Werbung für die Sache. Das Anliegen der Klimastreik-Bewegung versteht er und zieht auch für sich und seinen Betrieb Konsequenzen daraus. So habe er kürzlich seinen alten Laptop durch eine Occasion ersetzt, statt ein neues Gerät zu kaufen und hat ein kleineres Familienauto angeschafft. «Man muss sich immer wieder die Frage stellen: Brauche ich das?»

Grün-Rutsch erwünscht

Auch den Betrieb hat Markus Lehmann angepasst, er setzt auf Luzerne statt Mais als Futterpflanze für seine Mutterkühe. Während im Wald die Lage «katastrophal» sei, gebe es auch Positives: so sei die Weizenernte einfacher. Für Kartoffeln fehle zunehmend das Wasser und es sei zu warm.

Er habe Mühe damit, wenn der Klimawandel als nicht vorhanden behandelt werde und sich alles auf Migration konzentriere.«Viele Landwirte folgen noch immer der SVP-Linie. Ich kann das nicht mehr unterstützen».

So hofft Markus Lehman auch auf ein sichtbares Resultat der Klimastreik-Bemühungen an den Wahlen. «Ein Grün-Rutsch wäre sinnvoll», findet Markus Lehmann. 

Was die Kandidierenden dazu sagen

In der vom Klimastreik erarbeiteten Klima-Charta kann man online seine Meinung zu den drei Forderungen der Bewegung äussern. Ausserdem kann jeder Vorschläge für politische Massnahmen zum Klimaschutz machen.

Die Einträge der Klima-Charta ist unter anderem sortiert nach Bürgern und Kandidierenden für die Parlamentswahlen im Oktober 2019. So kann man sich über die Meinung der teilnehmenden Politiker und Politikerinnen in Sachen Klimaschutz informieren. 

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