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Klimafreundliche Ernährung gegen Erderwärmung

Mit klimafreundlicher Ernährung Treibhausgase reduzieren: Eaternity, ein Start-up der ETH Zürich, hat die weltweit grösste CO2-Datenbank für Lebensmittel aufgebaut. Damit kann die gesamte Nahrungsmittelkette von der Produktion bis auf den Teller berechnet werden.


Die Nahrungsmittelkette ist verantwortlich für einen Drittel der weltweit ausgestossenen Treibhausgase, schreibt Eaternity in einer Mitteilung vom Donnerstag. Alleine die Essgewohnheiten der Schweizer würden einen jährlich Ausstoss von drei Tonnen CO2 pro Person verursachen.

Damit könnte man, hochgerechnet auf die ganze Schweiz, 42'000 Mal das Hallenstadion füllen. "Wenn jeder Mensch auf der Welt so leben würde wie jemand in der Schweiz, bräuchten wir mehr als drei Planeten Erde", wird Judith Ellens, Wissenschaftliche Leiterin von Eaternity, in der Mitteilung zitiert. Bereits ein Cheeseburger habe die gleiche Auswirkung auf das Klima wie 500 Stunden fernsehen.

Der Ausstoss der schädlichen Treibhausgase in die Erdatmosphäre lässt sich laut Eaternity, das 2014 gegründet wurde, relativ leicht reduzieren: Wenn sich jeder Schweizer nur schon dreimal pro Woche klimafreundlich und saisonal ernähren würde, entspreche dies einer Verminderung von 750'000 Autos auf Schweizer Strassen pro Jahr. Das Start-up stützt sich dabei auf eigene wissenschaftliche Untersuchungen.

Die Firma empfiehlt daher auf ihrer Webseite besser auf pflanzliche statt auf tierische Zutaten, die besonders ressourcen- und energieintensiv sind, zu setzen. Das Gemüse solle man saisonal wählen, da Gewächshäuser ebenfalls viel Energie brauchen. Im Weiteren zähle die Regionalität der Produkte - damit fallen lange Transporte weg.

Bio alleine reicht nicht

Nur auf Bio-Produkte zu setzen, nützt gemäss einem aktuellen Forschungsprojekt, das Klima- und Umweltauswirkungen zwischen herkömmlichen und Bio-Lebensmitteln vergleicht, allerdings wenig: Durch diese Produktionsweise resultiere kaum eine wirkungsvolle CO2-Reduktion. Für eine aussagekräftige Gesamtbeurteilung müssten auch Faktoren wie Tierwohl, Waldrodungen, Anbauart und Wasserressourcen miteinbezogen werden.

Das Zürcher Unternehmen hat deshalb die laut eigenen Aussagen weltweit grösste und umfassendste CO2-Datenbank aufgebaut - mit über 76'000 Menüs, bestehend aus über 4600 Nahrungsmittelkomponenten. Dies ermöglicht die präzise Berechnung der gesamten Nahrungsmittelkette.

Damit können die Nutzer - ihr Angebot richtet sich vor allem an Restaurants und grössere Nahrungsmittelverarbeiter - aktiv Synergien zwischen Klima, Wasserknappheit, Tierwohl und Tropenwaldschutz anstreben. Eine App, die im kommenden Jahr lanciert wird, ermöglicht den einfachen Zugriff auf die Datenbank.

Ausserdem will das Start-up im Jahr 2018 erstmals die "Eaternity Awards" an klimafreundliche Schweizer Restaurants verleihen.

sda

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