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Klima-Aktivisten präsentieren ihre Lösungen für die Klima- und Corona-Krise

Der Schweizer Klimastreik und Fridays For Future Europa stellen sich hinter Bäuerinnen und Bauern und fordern die Politik zum Handeln auf.


Europäische wie auch Schweizer Klima-Aktivisten möchten die Klima- und die Corona-Krise in einem Zug angehen. Die Klimastreik-Bewegung hat dazu am Montag ihren Klimaaktionsplan vorgestellt und dem Parlament als Diskussionsgrundlage weitergegeben. Fridays For Future Europa hat indes bereits letzte Woche in einem offenen Brief an  Frans Timmermans, Vizepräsident der EU- Kommission, Anpassungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP gefordert.

Widerstandsfähige und unabhängige Produktion

Für die Schweiz sieht der Klimastreik die Förderung von lokalen, kleinen Nahrungsmittelproduzenten als Lösung. Die Corona-bedingte Schliessung der Lebensmittelmärkte – während Supermärkte stets offen bleiben durften – sieht die Bewegung als Teil des allgemeinen und globalen politischen Trends hin zur agro-industriellen Produktion. Das sei dringend zu überdenken.

Konkret fordert der Klimastreik für die Schweizer Landwirtschaft:

  • Neubewertung der Arbeit von Landwirten und Landarbeiterinnen
  • Damit verbunden höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
  • Unterstützung alternativer Produktions- und Konsummodelle wie die solidarische Landwirtschaft 
  • Unterstützung gerechter, ökologischer und zunehmend pflanzlicher Ernährungssysteme 
  • Vorgehen gegen alle Unternehmungs- und Regierungsaktivitäten, die die industrielle Tierproduktion (Massentierhaltung) unterstützen

Der Klimaaktionsplan umfasst noch weitere Bereiche ausser der Landwirtschaft und fordert z. B. eine allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit und eine Emssionsobergrenze für die Luftfahrt. (Bild Klimastreik)

Umwandlung der Direktzahlungen in Europa

Die EU-Politik müsse jetzt angesichts der Klima-Krise ihre Verantwortung gegenüber Landwirtinnen und Landwirten sowie der Umwelt übernehmen, schreiben Fridays For Future (FFF) Europa in ihrem offenen Brief. Die Politik müsse erkennen, dass eine grosse Hoffnung zur Lösung der Klima- wie auch der Biodiversitäts-Krise in der Landwirtschaft liege – die Gemeinsame Agrarpolitik GAP sei kurz davor, diese zu zerstören.

Die Bewegung stelle sich hinter Bäuerinnen und Bauern, unabhängig von deren Produktionsweise und stellt folgende Forderungen an die Politik Europas:

  • Pfad zur Klimaneutralität des Europäischen Agrar- und Lebensmittelsektors
  • Umwandlung der Direktzahlungen in Zahlungen für öffentliche Leistungen
  • Einsatz von öffentlichen Geldern für den Wandel zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen und bäuerlichen Landwirtschaft
  • Eine evidenzbasierte und gerechte GAP

Mehr lesen und mitreden

Der Klimastreik hat seinen Klimaaktionsplan an das Parlament übergeben. Auf der eigens dafür eingerichteten Website sind alle dazu eingeladen, ihr Feedback zum Plan zu geben: climateactionplan.ch

Den gesamten offenen Brief von Fridays For Future an den Vizepräsidenten der EU- Kommission können Sie hier lesen: Neustart der GAP zur Bewältigung der Klima-Krise

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