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Kinderarbeit in Landwirtschaft nimmt wieder zu

Nach Jahren von sinkenden Zahlen arbeitender Kinder, haben diese seit 2012 wieder zugenommen. Die Gründe dafür liegen laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bei häufigeren politischen Konflikten und Klimakatastrophen.


Publiziert: 20.06.2018 / 09:43

Von 98 auf 108 Millionen Kinderarbeiter

Seit 2012 müssen wieder drastisch mehr Kinder landwirtschaftliche Arbeiten verrichten, welche unangebracht für ihr Alter sind. Während es im Jahr 2012 global noch 98 Millionen waren, sind es heute 108 Millionen Kinder. Dies gab die FAO letzte Woche anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit in Rom bekannt.

In Anbetracht der Tatsache, dass 70% der weltweiten Kinderarbeit im Landwirtschaftssektors verrichtet werden, betont die FAO die Wichtigkeit, Kinderarbeit in der nationalen Agrarpolitik zu behandeln. Besonders alarmierend sei dabei die Lage in Afrika: Jedes fünfte Kind sei von Kinderarbeit betroffen.

Teufelskreis von Kinderarbeit und Armut

Die FAO erklärt zudem, dass Kinderarbeit ein weltweites Problem ist, welches den Kindern und dem landwirtschaftlichem Sektor schade sowie die ländliche Armut verstärke.

Wenn ein Kind beispielsweise hart schuften muss, anstatt die Schulbank drücken zu können, kann dieses nicht von einer ausreichenden Bildung profitieren. So bleibt vielen Kindern später im Erwachsenenalter der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt. Erschwerend kommen die physischen und psychischen Leiden hinzu, welche die Kinder durch die belastenden Arbeiten davongezogen haben.

Die FAO ist nun bestrebt, einen Einkommensanstieg bei den ländlichen Familien zu unterstützen, damit diese ihre Kinder in die Schule schicken können.

dmo

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