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Kinder und Sport stehen im Zentrum

Die dreifache Mutter und Bäuerin Doris Käser arbeitet als Lehrerin und engagiert sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich.


Publiziert: 26.02.2017 / 06:57

Es war Anfang Januar, als sich Doris Käser beim Skifahren das Schlüsselbein brach. Aber bald sind Sportferien, und dann will die 53-Jährige aus Leimiswil BE wieder auf den Brettern stehen. Bewegung in der Natur ist ihr wichtig, sei es auf den Skiern, dem Bike oder mit den Walkingstöcken. Manchmal ist es aber auch «nur» die Turnhalle in Ursenbach, wo sie im Turnverein mitmacht.


Im Seeland aufgewachsen, träumte Doris Käser nicht gerade davon, einmal auf einem Bauernbetrieb im Oberaargau zu leben. «Doch als ich 1984 aus dem Seminar kam, herrschte Lehrerüberfluss, und es war schwierig, eine Stelle zu finden.»

Schliesslich fand sie doch eine, an der Primarschule Leimiswil, in den «Buchsibergen», wie die hügeligen Ausläufer des Emmentals genannt werden. Beim Proben für ein Theater des Männerchors lernte sie ihren zukünftigen Mann Samuel kennen, einen Bauern aus Käsershaus, einem Weiler bei Leimiswil.


Der Bauernbetrieb umfasst 20 ha Land und 10 ha Wald, Käsers betreiben Milchwirtschaft mit aktuell 24 Kühen, dazu Schweinemast mit 50 Tieren. Auf dem Hof tummeln sich auch zwei Pferde, Zwerggeissen, Kaninchen und etliche Katzen.


Klare Arbeitsteilung


Acht Telefonbucheinträge zum Namen Käser in Käsershaus, Leimiswil sind zu finden. Alle Käsers dort oben sind irgendwie miteinander verwandt. Bei Doris und Samuel Käser steht der Zusatz «Landwirt/Lehrerin» – und so haben sie auch ihre Arbeit aufgeteilt.

Doris arbeitet zu rund 75 Prozent als Lehrerin an einer 3./4. Klasse im Nachbardorf, ihr Mann Samuel ist zu 100 Prozent Bauer. Natürlich hilft sie auf dem Hof mit, wenn es sie braucht. Im Sommer vor allem beim Heuen, und der Garten ist ebenfalls ihr Bereich. «Den Garten geniesse ich sehr, ich sitze auch im Sommer oft draussen zum Korrigieren oder Vorbereiten», sagt sie.

Dank ihrer Arbeit als Lehrerin muss ihr Mann keinem Nebenverdienst nachgehen. «Ich habe immer gerne unterrichtet, und die Arbeit mit denKindern macht mir viel Freude», sagt die engagierte Fachfrau, die auch oft mit ins Skilager geht und sogar einmal mit ihrer Klasse nach Lausannereisen durfte, weil sie beim Plakatwettbewerb von Swissmilk einen Preis gewannen.

Rüstzeug fürs Bauern

Abgesehen von den Mutterschaftsurlauben nach den Geburten ihrer drei Töchter (20, 18 und 15) hat Doris Käser immer unterrichtet, zuerst ein volles Pensum, später etwas reduziert. Die Kinder wurden von ihrer Mutter, der Schwiegermutter oder ihrem Mann betreut. Ein Arrangement, das für alle stimmte.


Als damals für Doris Käser klar war, dass es mit Samuel etwas Ernsthaftes werden würde,

besuchte sie den Waldhof in Langenthal BE, um sich dort noch einiges Rüstzeug für den Bauernbetrieb zu erwerben. Weiterbildung findet sie etwas Wichtiges, auch im Beruf. Im Sommer beginnt sie deshalb den Semesterkurs, einen sechsmonatigen Bildungsurlaub.

Einmal weg von der Schule

«Das kann man nur einmal im Leben machen», sagt sie. Sie freut sich darauf, nach über 30 Jahren Unterricht einmal weg von der Schule zu sein, obwohl es im Kurs natürlich auch darum gehen wird, den eigenen Unterricht zu überdenken. «Ich werde aber auch Zeit haben, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Was könnte ich verbessern? Wie kann ich mich weiterentwickeln?»


Ihre Töchter werden langsam erwachsen. Lorena, die Älteste, studiert Physiotherapie und Alina, die Mittlere, macht im Sommer die Matur. Silvana, die Jüngste, wird nach den Sommerferien das Gymnasium besuchen und auch nicht mehr so oft zu Hause sein. Noch braucht sie die Mutter, auch weil sie sehr sportlich unterwegs ist und in der Leichtathletik ins Regionalkader aufgenommen wurde. Das bedeutet einiges an Fahrdienst.


Als Kampfrichterin tätig


Doris Käser, die früher viel gereist ist, von Asien über Amerika bis Neuseeland, organisiert gerne. Grosse Reisen konnte sie schon länger nicht mehr machen, doch eine Woche Skiferien muss sein, und wenns geht eine Woche Badeferien im Sommer oder im Herbst.

Nachdem sie nun ihr Vorstandsamt und ihre Leitertätigkeit im Turnverein Ursenbach abgegeben hat, gibt es auch wieder etwas mehr Freiraum. Doch sie amtet nebenbei immer noch als Kampfrichterin im Geräteturnen und ist auch Mitglied bei den Leimiswiler Landfrauen und im Skiclub Walterswil. Langweilig wird es Doris Käser ganz sicher nie.


Renate Bigler-Nägeli

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