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Keine Angst vor der Notfallplanung

Wie geht es auf einem Betrieb weiter, wenn einer der Hauptakteure ausfällt? Was gehört in eine Notfallplanung? «Das Thema wird in vielen Familien ungern angegangen», sagt Ueli Straub von Agridea. «Doch es können sich dabei sehr spannende Gespräche entwickeln.»


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Ein schrecklicher Unfall. Eine Krankheit, die einen zwingt, alle Arbeit von heute auf morgen liegen zu lassen. Wie weiter? «Auf vielen Landwirtschaftsbetrieben muss im Notfall sehr rasch gehandelt werden», weiss Ueli Straub, bei Agridea Lindau zuständig für die Bereiche Recht und Soziales. «Daher lohnt es sich, im Vorfeld detailliert durchzudenken, was es konkret bedeutet, wenn der Betriebsleiter ausfällt. Was muss gleich am ersten Tag organisiert werden? Wem kann man zumindest vorübergehend die wichtigsten Arbeiten anvertrauen? Welche Geschäftspartner müssen sofort informiert werden?» Die gleichen Fragen stellen sich auch für die Arbeiten der Bäuerin, vor allem wenn sie einen wirtschaftlich bedeutenden oder zentralen Betriebszweig betreut. Und natürlich bei der Betreuung der Kinder.

Ordnung für den Notfall

Ueli Straub: «Für einen Aussen- stehenden kann es sehr schwierig sein, einen Betrieb weiterzuführen, wenn keine Unterlagen vorhanden sind. Oder niemand weiss, wo diese Unterlagen sind. Wenn alle wichtigen Informationen einzig im Kopf einer einzelnen Person ‹abgespeichert› sind, mag das im Alltag funktionieren, in Notfällen hilft das niemandem.» Dabei gehe es nicht darum, jedes kleinste Detail zu regeln, sondern vor allem die wirtschaftlich bedeutsamen Bereiche und Fragen.

Und auch wenn Büroarbeit eher unbeliebt ist: Alle notwendigen Unter- lagen sollten unmissverständlich beschriftet und leicht aufzufinden sein. In einem «Schlüsseldokument» oder einem Notfallordner kann festgehalten werden, was sich wo befindet und wer bei welchen Fragen weiterhilft. Dazu gehört auch, dass Passwörter wie zum Beispiel für das Handy, das Mail-Account, das Buchhaltungsprogramm, die Facebookseite des Betriebs oder andere Codes in einem Safe deponiert sind – und dass mindestens eine zweite Person weiss, wo der Schlüssel zum Safe liegt.

 

Vertrauen schaffen

Sehr hilfreich kann sein, Vertrauenspersonen für verschiedene Bereiche zu bestimmen: Die Vertrauensperson für betriebliche Fragen hilft, die anfallenden Arbeiten zu bewältigen oder Unterstützung zu organisieren. Das kann zum Beispiel ein befreundeter Betriebsleiter in der Nachbarschaft sein. Eine zweite Vertrauensperson kann bei allen rechtlichen Belangen angefragt werden, zum Beispiel der Treuhänder.

«Stirbt der Betriebsleiter oder fällt er über längere Zeit aus, kann es für Frauen sehr schwer sein, den Betrieb weiterzuführen, da ihnen oftmals das nötige Netzwerk fehlt», weiss Ueli Straub aus Erfahrung. «Werden Sie sich bewusst, dass jeder jederzeit ausfallen kann. Sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen schafft Vertrauen und Transparenz. Das ist wichtig für das partnerschaftliche Zusammenarbeiten auf dem Betrieb, aber auch für die Beziehung. Das gilt auch für eine traditionelle Rollenverteilung. Denn völlig getrennte, gar abgeschottete Arbeitsbereiche von Mann und Frau ohne gegenseitigen Einblick sind nicht zukunftsträchtig, sondern riskant.»  

CvD

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